FCK58 hat geschrieben:Eben. Darum geht´s doch.
Jetzt, wo die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, zumindest nicht ganz mit leeren Händen dazustehen, kommt dieser windige Herr um die Ecke geschneit und versucht seinen Reibach zu machen.
So wie ich das sehe ist der Verein auf der Suche nach einem Ankerinvestor. Den hat man bis dahin nicht gefunden:
Ich möchte aber ganz deutlich sagen, dass es natürlich keine Garantie gibt, dass ein Ankerinvestor in den nächsten Monaten bei uns unterschreibt.
Quelle:
https://www.der-betze-brennt.de/artikel ... derung.php
Und weiter unten im Text:
Die Aufteilung der Betze-Anleihe zwischen Verein und Kapitalgesellschaft erfolgt in Relation zur Nutzung des Leistungszentrums für die Fußball-Jugendmannschaften beziehungsweise anderen sportlichen Abteilungen einerseits und dem Bereich Profifußball andererseits.
Die Anleihe soll zwischen Verein und Kapitalgesellschaft aufgeteilt werden und zwar je nachdem, wie das Leistungszentrum von Verein und Kapitalgesellschaft beansprucht wird. Bei Ausgabe der Anleihe hieß es sie wäre für das Leistungszentrum. Dann hat man aber mindestens ein Drittel für die Finanzierung des laufenden Spielbetriebs verwendet um nun zu sagen das Leistungszentrum ist aber zu 100% maßgeblich für die Aufteilung bzw. Zuordnung der Verbindlichkeit zwischen Verein und Kapitalgesellschaft. Das ist die Gläubiger grade ein zweites Mal hinten herumgehoben. Was wäre denn, wenn sich das Nutzungsverhältnis zwischen KapG und Verein künftig wieder ändern sollte? Sollen sich die Schuldnerverhältnisse dann auch variabel wieder mit ändern?
Das klingt nicht so, als würde man sie in einem Jahr tilgen wollen bzw. können, denn die Kapitalgesellschaft hat ohne einen Ankerinvestor nicht die erforderliche Finanzkraft. Der verein haftet zwar 5 Jahre nach bzw. mit, finanziert sich aber eben durch Mitgliedsbeiträge, sprich seine Haftung ist wirtschaftlich nicht tragfähig...Ich frage mich auch auf welcher Rechtsgrundlage sich ein Schuldner (Hier der FCK als e.V.) zur Hälfte aus dem Staub macht, in dem zur anderen Hälfte (oder jedenfalls ein Anteil, und wer legt dessen Höhe eigentlich fest?) nun auf einmal eine Kapitalgesellschaft grade stehen soll, für die es aktuell noch keinen Kapitalgeber gibt....und das alles passiert, ohne dass die Halter der Anleihe mal gefragt werden, was die davon halten. Einem (anteiligen) Wechsel des Schuldners müssten die Anleihezeichner nach Schuldverschreibungsgesetz eigentlich durch einen Mehrheitsbeschluss zustimmen. Das kann man nicht mal eben im Vorbeigehen machen.
Für die Lizenz in diesem Jahr ist nur ausschlaggebend, dass der laufende Spielbetrieb finanziert ist.
Die Fälligkeit der Anleihe ist im August 2019 und war damit nicht Gegenstand des diesjährigen Lizenzierungsverfahrens. Das wird für die kommende Saison im Frühjahr 2019 durchgeführt. Bis dahin braucht man einen Plan zur Tilgung sonst bliebe nur die Insolvenz in Eigenverwaltung oder etwas in der Art...
Bemerkenswert ehrlich der Vorstandsvorsitzende Michael Klatt:
Michael Klatt, Vorstandsvorsitzender: Bezüglich der Höhe möglicher Dividendenzahlungen macht die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft einen Vorschlag, über den auf der Hauptversammlung der KGaA beschlossen wird. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass die Attraktivität eines Investments in den Fußball ausschließlich aus Rendite- beziehungsweise Dividendengesichtspunkten deutlich geringer ist, als in anderen Wirtschaftsbereichen
und weiter:
Derzeit haben wir nur die Möglichkeit, Fremdkapital, das letztendlich zurückgezahlt werden muss, aufzunehmen. Im Falle, dass sich die Mitglieder gegen die Ausgliederung entscheiden, sehe ich zur Zeit nur die Möglichkeit, eine zweite Fan-Anleihe aufzulegen. Diese müsste auch noch mit einem wesentlich größeren Volumen, als die erste Fan-Anleihe ausgestattet sein, um diese zurück zu zahlen und die restliche Finanzlücke zu schließen. Ich betrachte dies jedoch als äußerst schwierig, da die erste Fan-Anleihe nicht gerade die beste Reputation hatte.
Hier wird jedenfalls reiner Wein eingeschenkt.
- Ohne einen Ankerinvestor wird die Kapitalgesellschaft nicht die Mittel haben, die Finanzlücke zu schließen.
- Die Finanzlücke ist weit größer als nur die Anleihe. Denn eine neue Anleihe bräuchte ein bedeutend größeres Volumen
- Die Reputation der Anleihe ist äußerst schlecht und das aus vollkommen eigenem Verschulden.
- Ein Investor ist bis dato nicht vorhanden. Damit hat der Verein auch keine Handhabe Anlegern zu sagen, sie sollten das Kaufangebot zu 15,10% nicht annehmen.
- Wenn hier kein sehr potenter Investor einsteigt und nennenswerte Anteile an der KapG zeichnet, dann ist im März 2019 Feierabend, weil es dann keine Lizenz gibt für 2019/2020. Und ein Wiederaufstieg - der deutlich höhere TV Einnahmen garantieren würde - dürfte bis März 2019 ebenfalls noch nicht sicher sein.
Ergo: dem Verein steht das Wasser leider finanziell bis zum Hals. Wenn die Anleihe an einer Börse notiert wäre, glaube ich nicht, dass der Preis momentan weit über den 15% liegen würde, denn ohne Investor wird es nicht gehen und ein reiner Tausch der bestehenden Anleihe in Geschäftsanteile wird nicht genügen, da das Finanzloch das Anleihevolumen übersteigt.