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Kaufangebot für Betze-Anleihe in Höhe von 15,10% des Nominalwertes

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
TDFCK

Beitrag von TDFCK »

Achtung:
habe heute ein Angebot für eine Freiwillige Barabfindung meiner Wertpapiere 1.FCK ( WKN A1RE7F) von meiner Depotbank erhalten.

Der Herr Mario Kominek aus Bensheim bietet mir sage und schreibe 15,10% des Nominalwerts an :lol: :lol: :lol:

Das bedeutet er würde mir 15,10 EUR per 100 EUR Anleihe zahlen. :shock:

Also passt auf und gebt dafür bitte keine Weisung an eure Bank!!! :daumen:

Vielleicht gibt es hier ja auch andere, die ein solches Kaufangebot bekommen haben.
Walter Frosch FCK
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Beitrag von Walter Frosch FCK »

Hallo,

ich habe auch so ein Angebot bekommen. Wer ist dieser Herr Kominek? Was bezweckt er damit? Ich glaube nicht, daß irgendein Anleihe-Zeichner so blöd ist und zu diesem Preis an eine Heuschrecke verkauft. Der FCK soll die Anleihe mit 4% für 6 Jahre verlängern und mehr auf die Fans, als auf den grauen Markt vertrauen.
wkv
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Beitrag von wkv »

Also, es gibt einen Mario Kominek. In Bensheim.
Er macht einen auf Autohandel und Schrotthandel.
Walter Frosch FCK
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Beitrag von Walter Frosch FCK »

Hallo,

dieses Heuschrecken-Angebot ist doch jetzt bei vielen Anleihe-Zeichnern angekommen. Ich hoffe,
die Vereinsführung nimmt allerspätestens am Montag dazu Stellung.
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Walter Frosch FCK hat geschrieben:Hallo,

dieses Heuschrecken-Angebot ist doch jetzt bei vielen Anleihe-Zeichnern angekommen. Ich hoffe,
die Vereinsführung nimmt allerspätestens am Montag dazu Stellung.
Woher hat er überhaupt die Adressen der Anleihen-Zeichner, wurden die irgendwo veröffentlicht?
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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SEAN
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Beitrag von SEAN »

Lonly Devil hat geschrieben:
Walter Frosch FCK hat geschrieben:Hallo,

dieses Heuschrecken-Angebot ist doch jetzt bei vielen Anleihe-Zeichnern angekommen. Ich hoffe,
die Vereinsführung nimmt allerspätestens am Montag dazu Stellung.
Woher hat er überhaupt die Adressen der Anleihen-Zeichner, wurden die irgendwo veröffentlicht?
...und hat überhaupt einer dem FCK das mitgeteilt? Ich meine, man kann nur Stellung zu was nehmen, wenn man von was weiß.
Scheint die Sonne so warm, trag ich Papier unterm Arm,
scheint die Sonne so heiß, setz ich mich hin und.........
wkv
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Beitrag von wkv »

Hat einer.
Der Verein weiß Bescheid.
Die wussten bislang noch nichts davon.
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

wkv hat geschrieben:Hat einer.
Der Verein weiß Bescheid.
Die wussten bislang noch nichts davon.
Du? :daumen:
---------------------------------------
Bliebe noch die Frage offen, woher der Kaufinteressent die Adressen der Anleihenzeichner hat.
Wurde
- das Bankgeheimnis verletzt?
- die Konten beim 1.FCK/ der Bank gehacked?
- die Adressen von einem Angestellten durchgesteckt?
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
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Beitrag von ExilDeiwl »

Wenn ich das weiter oben richtig gelesen habe, hat dann nicht die Depot führende Bank im Namen des Interessenten angefragt? Damit hätte vermutlich niemand gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen, solange nur die Bank weiß, wen sie anschreibt. Und die Bank weiß ja, welche ihrer Kunden welche Papiere hält. Wenn dann ein Wertpapierinhaber tatsächlich Interesse an dem Angebot haben sollte, kann er die Bank beauftragen, den Kontakt für den Verkauf herzustellen (sofern das überhaupt notwendig ist, das kann wahrscheinlich sogar alles die Bank regeln).

Interessant ist es aber trotzdem, wer hier ein Interesse hat, die Anleiheanteile für 15% des Nennwertes zu kaufen... Und wer hätte denn Interesse, seine Anteile so zu verramschen? Doch nur jemand, der absolut klamm ist oder keinerlei Vertrauen hat, sein Geld wieder zusehen. Mich macht das ja skeptisch... Ist aber nur meine Meinung und nicht als Beratung oder Empfehlung für oder gegen irgendwas zu verstehen. :daumen:
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Beitrag von Lonly Devil »

ExilDeiwl hat geschrieben:Wenn ich das weiter oben richtig gelesen habe, hat dann nicht die Depot führende Bank im Namen des Interessenten angefragt?
... ...
Wenn ich das richtig verstehe, dann hat da eine Privatperson und keine Bank angefragt.
TDFCK hat geschrieben:... ...
Der Herr Mario Kominek aus Bensheim bietet mir sage und schreibe 15,10% des Nominalwerts an :lol: :lol: :lol:
... ...
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
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Beitrag von ExilDeiwl »

Achtung, @Lonly Devil, Du musst schon die richtige Passage zitieren. :wink: Habe den entscheidenden Teil nochmal fett hervorgehoben. :wink:
TDFCK hat geschrieben:Achtung:
habe heute ein Angebot für eine Freiwillige Barabfindung meiner Wertpapiere 1.FCK ( WKN A1RE7F) von meiner Depotbank erhalten.

Der Herr Mario Kominek aus Bensheim bietet mir sage und schreibe 15,10% des Nominalwerts an :lol: :lol: :lol:
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Beitrag von ExilDeiwl »

Gebrauchte Autos, gebrauchte Betze-Anleihen... manch einer, der uns nicht wohl gesonnen ist, sieht darin vielleicht keinen großen Unterschied. Ich natürlich schon, dass da keine Missverständnisse aufkommen! Und unterstellen will ich auch nix. :D
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Beitrag von FCK58 »

Hast du mal einen armen Schrotthändler gesehen? Ich nicht. Ganz im Gegenteil.
Aber irgendwie passt das ja. Er quasselt den Leuten ihren (vermeintlichen) Schrott für kleines Geld ab und jetzt versucht er es halt auch noch bei den (vermeintlichen) Schrottpapieren. :wink:
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wkv
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Beitrag von wkv »

Vielleicht laufe ich die Woche einfach mal bei ihm rein.
Seinen Gebrauchtwagenhandel hat er bei mir ums Eck.
:D
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

@ ExilDeiwl
Ok, die Anfrage über die Depotbank ist mir in meiner Schludrigkeit durchgerutscht. :oops:

Aber:
Wie ist, (Zitat)"Der Herr Mario Kominek aus Bensheim", an die Daten der entsprechenden Depotbank gekommen, um die Anfrage zu machen?
Tauschen da die Banken Infos untereinander aus und geben sie weiter?

Wenn ich mit meiner Bank (in dem Fall, Depotbank von @TDFCK) ein Geschäft abwickle, dann sollte doch kein unbeteiligter davon Kenntnis erhalten.
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Beitrag von ExilDeiwl »

@Lonly Devil, kein Problem, kann ja mal passieren. Tatsächlich glaube ich, dass es vielleicht gar nicht so unüblich ist, dass man solche Recherchen in Auftrag geben kann, wenn man an einem bestimmten Wertpapier interessiert ist, das man nicht ohne weiteres an der Börse handeln kann. Aber ich bin da kein Experte, im Gegensatz zu dem einen oder anderen Mitforisten. @Ken, vielleicht kannst Du was dazu sagen? :wink:
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KleinerLoewe1605
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Beitrag von KleinerLoewe1605 »

hab auch so einen wisch bekommen... hab jetzt schon auf mehrer tausend euro gehofft... :lol: :lol: :lol:

ich geh mal davon aus, da versucht jemand günstig an die anleihen zu kommen, in der hoffnung, dass diese dann in anteile vom verein umgewandelt werden und er diese dann bei evtl. aufstieg in die erste liga oder erreichen von europa teuer zu verkaufen!

anders macht das für mich keinen sinn! :?:
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Das macht schon Sinn.
Dieser kleine Schrotti geht einfach davon aus, dass nach der Umwandlung die Anleihe auch zurückgezahlt werden kann.
Würde er jetzt (rein theoretisch) 150 000 Stecken investieren, gäbe es dann nach dem Ablauf eine Mio zurück. Aber so "schlau" wie dieser Schrotti sollte doch selbst der "dümmste" Anleihenzeichner sein. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Hephaistos

Beitrag von Hephaistos »

Die Anleihe wird so wie so zurückbezahlt, weil die Umwandlung nicht machbar ist. Das hat Klatt bei der AOMV gesagt.
Tommy67
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Beitrag von Tommy67 »

Naja vom Grundsatz her ist eine Umwandlung in Geschäftsanteil durchaus möglich, so viel kann ich mit meinem juristischen Verständnis sagen.

Das Angebot mag man finden, wie man es will. Hat der Verein über die IDEE hinaus, (eine neue Anleihe zu begeben, um die alte Anleihe zu tilgen) sich verbindlich dazu geäußert, dass die Anleihe getilgt werden kann und wenn ja aus welchen Mitteln?
w.h.
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Beitrag von w.h. »

moin moin, hab ihr auch ein kaufangebot für die betze anleihe erhalten und was haltet ihr davon.
Zuletzt geändert von Thomas am 12.07.2018, 11:43, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verschoben in vorhandenen Thread zum gleichen Thema.
Thomas
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Kontaktdaten:

Beitrag von Thomas »

Zur Info: Wir haben die Beiträge zu diesem Thema in einen eigenen Thread verschoben, weil es vorher unter "Ausgliederung" off topic war und weil es doch mehr Leute betrifft und interessiert.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
LauternLuke
Beiträge: 4
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Beitrag von LauternLuke »

Tommy67 hat geschrieben:Naja vom Grundsatz her ist eine Umwandlung in Geschäftsanteil durchaus möglich, so viel kann ich mit meinem juristischen Verständnis sagen.

Das Angebot mag man finden, wie man es will. Hat der Verein über die IDEE hinaus, (eine neue Anleihe zu begeben, um die alte Anleihe zu tilgen) sich verbindlich dazu geäußert, dass die Anleihe getilgt werden kann und wenn ja aus welchen Mitteln?
Der Verein hat sich bisher nicht zu dem Angebot positioniert. Vermutlich aus gutem Grund, denn ein Konzept liegt bis heute nicht vor, wie man die Anleihe tilgen will. Daher rät der Verein auch nicht von dem Angebot des Schrotthändlers ab schätze ich. Im Gegenteil, vielleicht hofft man mit dem Käufer anschließend verhandeln zu können, um eine Schuldenerleichertung auszuhandeln. Nach dem sportlichen Niedergang von Alemannia Aachen sind Anleger einer Fan-Anleihe vor einiger Zeit leer ausgegangen. Parallelen zum FCK sind klar erkennbar: Die Anleihe ist definitiv ein Hochrisiko-Investment. Das wurde auch in einschlägiger Fachpresse diskutiert. Ich habe mal eine Zusammenstellung meiner Recherchen vorgenommen. Ich finde das wirft überhaupt kein gutes Licht auf die Anleihe. Ich werde das Angebot wohl annehmen. Ich denke nicht dass es ein Heuschrecken-Angebot ist, sondern da hat jemand die Risiken klar eingeschätzt und daraus einen Preis gebildet.

Schaut mal hier: https://www.n-tv.de/ratgeber/Wenn-Fussb ... 18571.html
Fans reißen sich förmlich um die aufwendig gestalteten Wertpapiere. Fast 80 Millionen Euro sammelten Erst- und Zweitligisten seit 2011 auf diesem Weg ein. Emotionen über Fananleihen zu Geld zu machen, scheint lukrativ. Marktkenner warnen jedoch vor Risiken: Läuft es auf dem Platz nicht rund, kann das Folgen haben - auch für Anleger.
https://www.finance-magazin.de/blogs/dr ... l-1410331/
Der große Knall beim 1. FC Kaiserslautern bleibt aus: Ein Investor, der für 100.000 Euro die in Verruf geratene Fananleihe des Zweitligaklubs gezeichnet hatte, hat seine Klage vor dem Landgericht Kaiserslautern zurückgezogen. Dort wollte der Anleger durchsetzen, dass der FCK ihm noch vor Ende der regulären Laufzeit 2019 sein Investment zurückzahlt – ein Ansinnen, das die Lage beim FCK empfindlich hätte zuspitzen können. Insgesamt hatte der Klub über die Anleihe im Februar 2013 mehr als 6 Millionen Euro aufgenommen, die Gelder aber nicht – wie den Zeichnern versprochen – voll in ein Nachwuchszentrum gesteckt, sondern zwischenzeitlich anderweitig verwendet.
Das größte Debakel erlebte das Instrument Fananleihe beim Traditionsklub Alemannia Aachen, der 2008 die „Tivoli-Anleihe“ auflegte, um damit den Stadionbau zu finanzieren. Am Ende ging der Klub in die Insolvenz, die Zeichner der Fananleihe verloren viel Geld.
http://www.faz.net/aktuell/sport/fussba ... 30205.html
Die kürzlich abgetretenen Vorstände Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt sprachen noch zuletzt vom „Substanzverein“. Der FCK sei wirtschaftlich saniert. Doch viele Mitglieder fühlen sich von dem Duo in die Irre geführt. Und die Zahlen geben ihnen recht. „Ich bin von ihnen enttäuscht. Da wurde nie ehrlich gearbeitet“, sagt Klaus Becker, mehr als 20 Jahre im FCK-Fanbeirat. Er trägt für seine Verdienste die Goldene Ehrennadel des Vereins. Als die „Betze-Anleihe“ 2013 herausgegeben wurde, zeichnete der FCK-Enthusiast Becker nicht mal die Mindesteinlage von 100 Euro. „Ich habe dem damals schon nicht getraut.“
Sogar die Uni Saarland hat sich mit dem Thema befasst:

https://www.uni-saarland.de/nc/fr/unive ... /7639.html
Was sich viele von ihnen nicht bewusst machen: Im schlimmsten Fall ist ihr Geld futsch. „Fußball-Vereine sind Unternehmen und sie tragen unternehmerische Risiken. Als Gläubiger trägt man diese Risiken mit“, erklärt Verbraucherschützer Niels Nauhauser aus Stuttgart. „Man muss das Risiko eines Totalverlusts tragen können und wollen.“ Bilanzexperte Karlheinz Küting vom Zentrum für Bilanzierung und Prüfung (CBP) an der Universität des Saarlandes gibt zu bedenken, Fan-Anleihen würden „insbesondere in Krisenzeiten eingesetzt, um dem Club Geld zuzuführen, wenn andere Quellen bereits weitestgehend ausgeschöpft sind“.

Ein weiteres Problem sei, dass praktisch alle Einnahmen der Vereine vom sportlichen Erfolg abhingen. Anders als bei Industrieunternehmen könnten Ausfälle nicht zwischen verschiedenen Sparten ausgeglichen werden, sagt Küting.
Und hier wird es richtig schlimm:

https://www.finance-magazin.de/blogs/dr ... t-1390771/
Der Kassensturz des im April angetretenen neuen Finanzchefs Michael Klatt ist jedenfalls vernichtend. In der Kasse klafft ein Loch von mehreren Millionen Euro, beklagte der frühere KPMG-Berater im Frühjahr. Klatt vermisst fast 2 Millionen aus einer 2013 vom FCK aufgelegten Fananleihe über 6 Millionen Euro, die eigentlich für den Ausbau des Nachwuchsleistungszentrums am Fröhnerhof zur Seite gelegt werden sollten. Auch wo 2,8 Millionen Euro aus einem Stadion-Deal mit der Stadt geblieben sind, konnte Klatt nach seinem Amtsantritt nicht mehr nachvollziehen.
Es verdichten sich die Hinweise, dass das vorherige Management die eigentlich zweckgebundenen Gelder aus der Fananleihe im Rahmen von Lizenzierungsverfahren als liquide Mittel ausgewiesen und sie dann auch noch genutzt hat, um Finanzlöcher im Spielbetrieb zu stopfen.
Einen reichen Retter gibt es beim Fritz-Walter-Klub nicht. Ansonsten sind die Parallelen zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Hamburger SV groß: Weil der FCK genauso wie der HSV im Tagesgeschäft seit Jahren Millionenverluste anhäuft, scheint das Geld aus der Anleihe zum Teil verbrannt zu sein. Selbst die Tatsache, dass der FCK in den beiden zurückliegenden Jahren für über 7 Millionen Euro eigene Talente verkauft hat, konnte die Finanzlage nicht entspannen.
Also ich habe das Gefühl, der Verein hat das Geld an die Wand gefahren bzw. längst verprasst hat. 2 von 6 Mio sind mal eben "verschwunden", das Geld wurde zweckentfremdet, man hat Löcher im Spielbetrieb gestopft und nun herrscht Ruhe im Karton oder es kommen Ideen wie Umschuldung etc...Das geht aus den Artikeln recht deutlich hervor und durch den Abstieg in die 3. Liga ist das Risiko nochmals deutlich gestiegen. Dass der Verein nichts dazu sagt und nicht mal die Verantwortlichen das Ding damals gezeichnet haben ist alles andere als ein Vertrauensbeweis. Selbst wenn so eine Umschuldung in FCK-Anteile gelingen sollte, kann man die vermutlich auch nie wieder verkaufen, weil es keinen organisierten Handel für sowas gibt...
ExilDeiwl
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Registriert: 12.08.2015, 19:58

Beitrag von ExilDeiwl »

Entschuldige bitte, falls ich Dir mit dem Folgenden Unrecht tun oder Dir zu nahe treten würde, @LauternLuke. Das was Du hier zitierst dürfte für die meisten Leute, die hier unterwegs sind nichts Neues sein. Die Leute wissen grob, was von der Anleihe wie geplant ins NLZ geflossen ist und sie wissen auch, dass rund 2 Mio. in den laufenden Betrieb geflossen sind. Die Leute wissen auch, dass sie von Ihrer Anleihe kaum etwas wiedersehen werden, wenn der FCK insolvent wird. Das dürfte für viele Mitglieder ein, wenn nicht der Grund gewesen sein, Anfang Juni für die Ausgliederung zu stimmen. Denn das ist die Chance, um neue Geldgeber (Investoren) mit ins Boot zu holen und a) dem Verein eine Überlebenschance zu ermöglichen und b) genügend Geld für die Rückzahlung der Anleihe zu sammeln. Wobei das für Manchen ein Nullsummenspiel sein kann (das Geld aus der Anleihe wird 1:1 in Anteile an der GmbH & Co KG investiert).

Nichts von dem, was Du hier zitierst ist vom Grunde her neu. Du wärmst Altes auf. In Deinem ersten Beitrag unter dem Pseudonym "LauternLuke". Ich habe starke Zweifel, dass Du barmherzig aufklären und Deine Mit-Fans vor Schaden bewahren willst. Denn wie gesagt: nichts von dem was Du zitierst ist neu. Es würde mich überhaupt nicht wundern, wenn Du mit Deinem ersten Beitrag hier ganz eigene Zwecke verfolgst. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn Dein Wohnsitz in Bensheim läge. Wie gesagt: ich will Dir nicht zu nahe treten und Dir nichts Falsches unterstellen, zumal ich Dir auch nichts nachweisen könnte. Aber für mich stinkt Dein Beitrag zum Himmel. Neu hier. Im bislang einzigen Beitrag nur negative Punkte aufgeführt - Dinge, die wir hier im wesentlichen kennen. Kein Wort dazu, dass die heute handelnden Personen ganz andere sind als diejenigen, die damals die Anleihe aufgesetzt haben. Andere Leute als damals, denen man derzeit gute Arbeit attestieren möchte und kann. Leute, die die Suppe anderer auslöffeln dürfen. Was Du hier bringst nutzt hauptsächlich demjenigen, der die Anteile zu einem Ramschpreis aufkaufen möchte. Falls Du tatsächlich keine weiteren Interessen vertreten solltest, als für Deine paar Anleiheanteile noch ein paar Kröten zu bekommen, dann würde ich Dir empfehlen, die Situation etwas differenzierter zu betrachten und die aktuelle Entwicklung, sportlich wie wirtschaftlich zu berücksichtigen. Vielleicht kommst Du dann zu dem Ergebnis, dass die Anleihe doch deutlich mehr als die gebotenen 15% wert ist.

Wie gesagt: sollte ich Dir Falsches unterstellen, so entschuldige ich mich in aller Form bei Dir. Falls ich mit meinem Gefühl(!) aber richtig liegen sollte... naja, den Rest kannst Du Dir denken...
#keindeutbesser

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FCK58
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Beitrag von FCK58 »

@LauternLuke
ExilDeiwl schreibt genau das, was ich heute Nacht auch gedacht habe als ich deinen post gelesen habe.
Ich mache dir aber einen Vorschlag: Biete deine Anteile doch einfach hier zum Kauf an. Ich bin mir ganz sicher, dass du hier noch 5 oder 10% mehr erlösen wirst als bei diesem Schrotti von der Bergstraße. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
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