
Foto: Imago/Werner Schmitt
Trainingsauftakt mit 19 Spielern und 1.500 Fans
Die Vorbereitung beim 1. FC Kaiserslautern auf die Saison 2018/19 in der 3. Liga läuft. Mit insgesamt 19 Spielern - 16 Feldspieler und drei Torhüter - absolvierte Trainer Michael Frontzeck vor 1.500 Zuschauern die erste Einheit.
Genau vier Wochen nach dem letzten Saisonspiel rollt auf dem Betzenberg wieder der Ball. Auf Platz vier neben dem Fritz-Walter-Stadion bat Michael Frontzeck den Kader der Roten Teufel zum Auftakttraining und staunte ebenso wie die anderen Verantwortlichen und die Profis nicht schlecht. 1.500 Zuschauer waren gekommen, um das in weiten Teilen bereits neu formierte Aufgebot ein erstes Mal unter die Lupe zu nehmen. "Wir hätten uns nicht träumen lassen, dass wir heute die Tribüne voll machen", sagte Sportvorstand Martin Bader zur Begrüßung.
Neuzugänge unter besonderer Beobachtung
Parallel zu den Worten des Sportchefs standen bei den Aufwärmrunden um das Feld die Neuzugänge André Hainault (1. FC Magdeburg), Jan Löhmannsröben (FC Carl Zeiss Jena), Christoph Hemlein (Arminia Bielefeld), Theodor Bergmann (Rot-Weiß Erfurt) und Julius Biada (Eintracht Braunschweig) erstmals unter Beobachtung der FCK Fans.
Mehr oder weniger galt das auch für Florian Pick (war ausgeliehen an den 1. FC Magdeburg) sowie die Jungprofis Carlo Sickinger und Dylan Esmel. Als dritter Torwart neben Jan-Ole Sievers und Lennart Grill war Nachwuchskeeper Lorenz Otto dabei.
"Dick, Dick, Dick": Viel Applaus für den Heimkehrer
Zurück an alter Wirkungsstätte waren derweil Hendrick Zuck (Eintracht Braunschweig) und Florian Dick (Arminia Bielefeld), der von den Anhängern mit extra viel Applaus und "Dick, Dick, Dick"-Sprechchören begrüßt wurde. "Ich freue mich riesig wieder in der Pfalz zu sein", sagte der Außenverteidiger. "Überragend, wie viele Leute heute dabei sind", so Dick. "Das macht auch Hoffnung für die neue Saison."
Sehr laut wurde es auch bei der Vorstellung von Lukas Spalvis, der seinen Vertrag bei den Lautrern trotz des Abstiegs verlängert hat. Für ein dauerhaftes Engagement im Profi-Kader empfehlen dürfen sich in den kommenden Wochen die U21-Spieler Christian Kühlwetter, Mohamed Morabet, Lukas Gottwalt und Mario Andric.
Huth angeschlagen - Sternberg, Altintop und Albaek haben noch frei
Neuzugang Elias Huth (Hannover 96/war ausgeliehen an Rot-Weiß Erfurt) kam zur Begrüßung mit seinen Teamkollegen auf den Platz, nahm an der Trainingseinheit aber ebenso wie der noch angeschlagene Flavius Botiseriu aufgrund eines grippalen Infekts nicht teil. Der von Ferencvaros Budapest verpflichtete Janek Sternberg sowie Mads Albaek und Halil Altintop haben noch einige Tage länger Urlaub.
Bei schwül heißem Wetter beließen es Michael Frontzeck und sein Trainerteam dann bei einer etwa eineinhalb Stunden dauernden Einheit. Nach diversen Passübungen bekamen die Zuschauer noch ein lockeres Spiel mit acht gegen acht zu sehen, ehe es durch ein Spalier an Autogrammjägern zurück in die Kabine ging.
Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 20:46 Uhr

Pressegespräch nach dem Auftakttraining
Frontzeck: "Habe ich in dieser Form noch nicht erlebt"
Als erster Klub in der 3. Liga hat der 1. FC Kaiserslautern die Vorbereitung aufgenommen. Michael Frontzeck verspricht der Mannschaft "knackige" Einheiten. Zuversicht zieht der Coach nicht zuletzt aus dem großen Zuschauerzuspruch beim Auftakttraining.
Frage: Michael Frontzeck, 1.500 Zuschauer beim ersten Training nach dem Abstieg. Haben Sie mit so etwas gerechnet?
Frontzeck: Das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt. Weil der obere Trainingsplatz noch nicht zur Verfügung steht, haben wir gesagt, das Auftakttraining machen wir auf dem Vierer. Im Nachhinein muss man sagen: Gott sei dank haben wir das so gemacht. Der Zuspruch passt ein bisschen zu der Stimmung, die ich auch vom letzten Sonntag von der Außerordentlichen Mitgliederversammlung mitgenommen habe. Ich habe wirklich das Gefühl, dass wir auf einem richtig guten Weg sind, um diese schwere Saison gemeinsam anzupacken.
Lauftrainingslager in Herxheim: "Das wird knackig”
Der Betze brennt: Wie sieht der Trainingsplan für die kommenden Tage und Wochen aus?
Frage: Wie starten mit dem Laktattest sowie den üblichen medizinischen Untersuchungen. Zwischendurch wird trainiert und Ende der Woche stehen die ersten beiden kleineren Testspiele an. Wenn wir die Werte der Tests und Untersuchungen haben, wissen wir, auf welcher Grundlage wir arbeiten können. Im Lauftrainingslager in Herxheim werden wir dann dreimal täglich trainieren. Das wird vom Umfang schon knackig.
Frage: Worauf liegt angesichts des großteils neu formierten Kaders das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung?
Frontzeck: Natürlich liegt ein Hauptaugenmerk auf der Kommunikation und der Integration. Es ist aber auch ein kleiner Stamm an Spielern dageblieben. Dazu sind Spieler zurückgekommen, die den Klub kennen. Erfahrene Akteure wie etwa André Hainault haben einiges gesehen auf dieser Fußballwelt und auch die anderen Neuen aus der 3. Liga bringen schon eine gewisse Erfahrung mit.
Profis, U21, U19: "Wollen eine gewisse Durchlässigkeit"
Frage: Wie ist der Stand bei den Spielern aus der U21?
Frontzeck: Ich habe mich lange mit Hans Werner Moser (Trainer der U21; Anm. d. Red.) ausgetauscht und mit ihm gemeinsam beschlossen, dass wir die ersten zwei Wochen die Jungs mitnehmen, die heute auch auf dem Platz waren. Ich möchte, dass es eine engere Vernetzung zwischen Profis, U21 und U19 gibt. Da wollen wir eine gewisse Durchlässigkeit haben.
Frage: Welche Veränderungen im Kader sind noch geplant?
Frage: Es wird noch der ein oder andere Spieler dazukommen. Nicht mehr zehn, aber drei bis vier. Dann steht die Mannschaft und dann packen wir es an.
Knapp sieben Wochen Vorbereitung "mit Sinn und Verstand"
Frage: Haben sie bewusst als erster Drittligist mit dem Training angefangen?
Frontzeck: Nein. Ich schaue selten bis nie auf das, was andere machen. Ich mache das, was Sinn macht. Wir haben knapp sieben Wochen bis zum ersten Spiel. Diese Wochen werden wir jetzt nicht durchknüppeln. Wir werden in den ersten zweieinhalb Wochen die Grundlagen legen und dann nochmal etwas runterkommen, ehe es an die Feinarbeit geht. Wir machen das mit Sinn und Verstand.
Quelle: Der Betze brennt
