Erstens: Ich habe immer vollsten Respekt vor Allen, die den Mut haben vor einer großen Kulisse bei einem äußert wichtigen Anlass ans Mikro zu treten und ein paar Worte zu sagen.
Noch mehr Respekt gebührt denen, die bei einem solchen Anlass am Mikro auch noch Ihre Meinung vertreten, denn sowas ist nochmal eine Hausnummer größer als einfach ein paar Dankesworte oder ähnliches.
Deshalb hat Konstantin auch Respekt verdient, ohne Frage.
Trotzdem darf man auch ein wenig konstruktiv kritisieren.
Da man dies nicht mit Buh-Rufen und Pfiffen tut, versuche ich es hier mal auf dem schriftlichen Weg.
Ich habe mir seine Wortmeldung als Text durchgelesen.
Erstens: Wenn man die Meinung:"der Verein geht so oder so in die Insolvenz", vertritt und daraus einen Appell bzw zwei Appelle formulieren will, dann sollte man auch kurz begründen warum man den dieser Meinung ist. Man sollte es wenigstens an zwei oder drei kurzen Fakten erklären können.
Wenn ich da gewesen wäre, hätte ich mir wohl auch gedacht "Was will er denn an mich appellieren?Wenn er das glaubt, dann muss er das schon kurz begründen um bei mir ein Nachdenken anzuregen!"
Zweitens: Die Appelle waren an dem Tag unter dem TOP meiner Meinung nach unangebracht. Wenn man solche Appelle an eine große Menge richten will, wäre es klüger gewesen dies im Vorfeld über dbb oder andere Fan-Foren zu tun. Auf dbb gab es ja auch Einige, die vor der Aomv auch recht kritische Artikel veröffentlicht haben um die Fans vor der Abstimmung noch einmal zum Nachdenken anzuregen.
Drittens: Ich weis wie extrem schwierig es ist eine Rede niederzuschreiben und sich an den Schreibtisch zu setzen und zu überlegen: "Wie bringe ich das was ich sagen will so gut zu Papier, dass ich zügig auf den Punkt komme und alles niet und nagelfest argumentiert ist?"
Das ist eine furchtbar schwierige Aufgabe. Trotzdem finde ich, dass das von Konstantin niedergeschrieben viel "Bla-Bla" ist. Sorry wenn das hart klingt. Aber auf der ersten Seite sagst du an wenn du den Appell richtest und das dieser für den außergewöhnlichen Fall eines "Nein" ist. Die zweite Seite beginnt genau so. Man liest und liest und denkt sich:"Ja, dann leg los Junge!"
Und dann kommt leider nur, dass DU GLAUBST, dass der Verein so oder so pleite geht.
Gut, deine Meinung. Aber ohne eine Begründung hierfür, hätte ich am Sonntag wohl auch herzhaft geschmunzelt und gedacht: "Lass gut sein bevor du dich um Kopf und Kragen stammelst!"
Letzteres ist wenn man es liest als Kritik vielleicht bissel hart geschrieben, ich meine es ABER GANZ EHRLICH NETT und will es als konstruktive Kritik an dich verstanden wissen.
Ich kann nur sagen, dass ich froh bin, dass es solche Fans wie dich gibt, die sich mit ernsten Themen selbst auseinandersetzen, sich selbst Gedanken machen und nicht nur das aufschnappen was Sie lesen und lesen wollen und dann sogar aus München anreisen und mit einer selbst erfassten Rede ans Mikro treten.
Wenn man solche Reden niederschreibt, ist es oft besser wenn man dies nicht 3 Tage vorher oder gar eine Woche vorher erst tut. Man sollte mehrere Wochen vorher damit beginnen und die Rede Stück für Stück mit Leben füllen. Denn wenn man zwischen dem Schreiben immer ein bisschen Abstand zur Rede gewinnt, fallen einem viele Dinge auf, die man dann noch, meistens zu Gunsten der Rede, abändern kann.
Ich weis lieber Konstantin, dass es sich immer einfach klugscheißen lässt aber feile noch ein bisschen dran und nimm dir weiter ein Herz!
Ich werde dir immer zuhören wenn du nochmal irgendwann am Mikro steht. Genauso wie ich allen Anderen respektvoll zuhören werde.
Hochtrabend und prima reden können meist nur die Politiker! Und ist es eine wirklich gute Rede a la "In your face bitch!", dann hat diese auch meist nicht der Politiker selbst, sondern ein Team aus "Rede-schreibe-Spezialisten" geschrieben...
