Lautern will den Schatz vom Betzenberg heben
Keiner in Deutschland zweifelt daran, dass der 1. FC Kaiserslautern ein ganz besonderer Traditionsklub ist. Aber dass der immer klamme Verein bisher auf rund 7,9 Millionen Euro, die ihm als Steuerrückzahlung zustehen, verzichtet, versteht wohl keiner. Jetzt prüft ein Rechtsanwalt den Fall.
Auf was Stefan Kuntz sich eingelassen hat, weiß er selbst am besten. Von 1989 bis 1995 spielte er beim 1. FC Kaiserslautern, den er seit einer Woche als Vorstandsvorsitzender anführt. Kuntz kennt die Pfalz, wo viele mit dem Kopf immer noch in der Bundesliga sind und mit den Füßen im Tabellenkeller der Zweiten Liga stecken.
Und trotzdem dürften die Turbulenzen der ersten Amtstage selbst den Betzenberg-Insider überrascht haben. Kaum hatte sich der Trubel um seine Rückkehr gelegt, schreckte ihn eine Meldung auf: Als Manager der TuS Koblenz soll er Schwarzgeld kassiert haben, was aus einem Strafbefehl gegen ein ehemaliges Vorstandsmitglied hervorgehen soll. Kuntz wehrt sich: „Die dort genannte Zahlung war ein Mietkostenzuschuss des Vereins, den ich ordnungsgemäß versteuert habe.“ Der Artikel trübte sogar die Freude über das 2:0 vom Dienstagabend gegen den FC Augsburg.
Der Wirbel dürfte aber nur ein Vorgeschmack sein. Sportlich kämpft der Verein ums Überleben, wirtschaftlich ist es ebenfalls nicht gut bestellt um die Pfälzer. Doch zumindest das könnte sich ändern, denn dem FCK winken Steuerrückzahlungen in Höhe von 7,9 Millionen Euro aus dem Jahr 2003 winken. Das Interesse des Vereins aber war bislang überraschend gering. (...)
Jetzt soll der Schatz vom Betzenberg gehoben werden. Anwalt Schneider ist optimistisch: „Ich arbeite gerade die Aktenlage auf und sehe berechtigte Chancen, mit dem Finanzamt Kaiserslautern ins Gespräch zu kommen.“
Quelle und kompletter Text:
http://www.welt.de/sport/article1908672 ... heben.html