FW 1920 hat geschrieben:
Und der Bierofka macht das für 1.000 € - und Du glaubst das auch noch!!! Natürlich brutto!
Das nenne ich Treue und Anhänglichkeit an den Verein!
Aber warum glaube ich denen kein Wort???
Das mit den 1.800 € kann schon stimmen, wenn es nur das Geld aus der Vereinskasse ist. Der Rest wird aufgestockt.
Aber für 1.800 € zieht kein Profi von 1860 in der Regionalliga die Trainingsschuhe an. Brutto!!!
Die Zeiten eines Horst Eckel sind schon sehr lange vorbei, sein Ausspruch zum FCK und Geld dürfte hier ja bekannt sein!!!
Bitte nicht alles glauben, was in diesem halbseidenen Geschäft so erzählt wird!!!
Also zum einen steht da 1800€ und nicht 1000€. Zum anderen steht da weiter, dass es die halbe Mannschaft betrifft. Wenn man sich anschaut, woher die Spieler kommen mehr als realistisch.
Bei ganz vielen deiner Kommentare kann man so zwischen den Zeilen lesen, dass du der Meinung bist, dass jeder Profifußballer Millionär ist. Dem ist allerdings nicht so. Es nervt mich wirklich relativ enorm, dass du in praktisch jedem zweiten Kommentar über die überbezahlten Profis herziehst.
Noch 2015 wurde das durchschnittliche Gehalt in der ersten Bundesliga auf 30.000 € geschätzt (das ist zumindest das, was ich gefunden hab). Wenn man jetzt noch bedenkt, dass extreme Ausreißer den Durchschnitt extrem hochtreiben. Sicherlich hat sich der Durchschnitt nach oben entwickelt, allerdings wohl kaum verdoppelt oder gar verdreifacht.
Ich habe immer so das Gefühl, dass da eine Prise Neid herausspricht. Dann auch der Vergleich mit „normalen“ Arbeitnehmern. Mal davon abgesehen, dass man nicht alleine für die Leistung einer Mannschaft verantwortlich ist, gibt es halt auch immer noch mindestens elf andere, die versuchen einem einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Dass alle Profis dazu noch zu den 2000 bis 3000 besten Fußballern zählen, soll nicht unerwähnt bleiben. Die besten ihrer Zunft verdienen in der Regel wesentlich mehr als ein „Normalo“.
Auch muss man als Profi in der Regel viel im Alltag opfern und investieren. Ein schönes Beispiel ergibt sich, wenn man den Werdegang zweiter Brüder aus der Gegend hier betrachtet. Bruder A und B galten beide in der Jugend als sehr talentiert. Bruder A war allerdings immer der bessere der beiden. Bruder B war allerdings bereit mehr zu investieren und auf mehr zu verzichten (erster wollte angeblich eher das „klassische“ Leben eines Jugendlichen führen). Das Ende vom Lied ist, dass der eine in der Landesliga kickt und der andere in der Bundesliga.
Ein weiteres Beispiel was es als Jugendlicher bedeutet talentiert zu sein und diesem Traum nachzugehen hab ich zwischenzeitlich am Rande sogar selbst verfolgt. Da hieß es fünf mal die Woche nach der Schule ins Training. Jeweils 50km Fahrt. Spiele noch nicht einbegriffen.
Für weitere Hobbies blieb da praktisch keine Zeit. Den Fahraufwand der Eltern (selbst wenn es Kilometergeld gibt) darf man nicht vergessen.
Außerdem bleibt häufig keine Zeit parallel eine Ausbildung zu machen. Im besten Fall haben die Spieler dann Abitur. Wenn es gut läuft können sie ihrem Beruf dann 10 bis 15 Jahre nachgehen. Wenn sie Pech haben, verletzen sie sich schwer. Dann stehen sie mit etwa Mitte 30 ohne Ausbildung nur mit Abitur da. Finde dann erstmal einen ordentlichen Job.
Letztlich finde ich viele Gehälter (und Ablösen) maßlos übertrieben, aber ein durchschnittliches Gehalt von etwa 30.000 für die besten 600 ihres Jobs erachte ich tatsächlich als fair.
Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass damals ein ganz anderer Zeitgeist herrschte. Von daher ist ein Vergleich der Handlungsweise von Spielern vor 60 bis 70 Jahren mit der Handlungsweise von heutigen Spielern mehr als unsinnig.