
Dreimal Osawe: FCK gewinnt 4:1 in Duisburg
Die Hoffnung lebt. Mit 4:1 (1:0) hat der 1. FC Kaiserslautern sein Auswärtsspiel beim MSV Duisburg gewonnen. Mann des Tages war Osayamen Osawe, der die ersten drei Tore erzielte.
Trainer Michael Frontzeck musste die Startformation im Vergleich zum letzten Spiel auf mindestens einer Position umbauen. Für den gesperrten Jan-Ingwer Callsen-Bracker spielte wie erwartet Marcel Correia in der Innenverteidigung. Außerdem entschied sich Frontzeck in der Spitze zunächst für Lukas Spalvis an der Seite von Osayamen Osawe. Sebastian Andersson nahm auf der Bank Platz.
Angefeuert von rund 3.000 Betze-Fans kamen die Lautrer gut in die Partie. Nils Seufert hatte mit einem Freistoß eine erste Möglichkeit, kurz darauf durfte dann das erste Mal gejubelt werden. Einen Schuss von Phillipp Mwene konnte MSV-Torwart Mark Flekken nur abprallen lassen, Osawe war zur Stelle und schob zur frühen Führung ein. Damit die auch zur Pause Bestand hatte, brauchten die Gäste aber auch eine Menge Glück. Gleich zweimal trafen die Duisburger im ersten Durchgang den Pfosten, auch bei zwei weiteren Großchancen war der FCK mit Fortuna im Bunde.
Optimaler Start in Hälfte zwei
Mit Wiederbeginn blieb der mit Gelb verwarnte und damit am nächsten Spieltag gesperrte Brandon Borrello in der Kabine und wurde durch Ruben Jenssen ersetzt. Wieder erwischten die Gäste den besseren Start und kamen durch einen Kopfball von Spalvis direkt zu einer Großchance. Sekunden später bekam Osawe den Ball, behauptete sich im Eins-gegen-Eins-Duell und schoss aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zum 2:0 ein. Endgültig zum Ausrasten brachte der Engländer den Gästeblock schließlich mit seinem dritten Treffer in der 64. Minute. Duisburg kam wenig später zwar noch zum 1:3 (70.), wirklich in Gefahr geriet der Auswärtssieg allerdings nicht mehr. In der 83. Minute besorgte Benjamin Kessel per Kopf den Endstand.
In der Tabelle bleiben die Roten Teufel trotz des Auswärtssieges auf dem letzten Platz, gehen aber mit zusätzlichem Rückenwind in die letzten sechs Spiele. Am Sonntag in einer Woche empfangen die Lautrer auf dem Betzenberg Jahn Regensburg.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 16:55 Uhr:

"So mag ich das": Osawe trifft mit neuem Schuhwerk
Der FCK hält die Hoffnung weiter am Leben! Beim 4:1 in Duisburg zeigten die Roten Teufel eine geschlossen starke Mannschaftsleistung, aus der Dreifach-Torschütze Osawe herausragte - nach dem Spiel verriet der Engländer mit einem Augenzwinkern sein heutiges Erfolgsgeheimnis.
"Ich habe heute mit meinen neuen Schuhen gespielt, sie kamen gestern erst raus", sagte ein breit grinsender Osayamen Osawe, der den 1. FC Kaiserslautern mit drei Treffern beim MSV Duisburg auf die Siegerstraße gebracht hatte. Dass er mit den giftgrünen Tretern noch nicht einmal trainieren konnte, war für den Angreifer kein Problem. Er trage im Training und im Spiel immer verschiedene Schuhe, so Osawe. Dann blieben die Spiel-Schuhe immer schön neu und frisch. "So mag ich das."
Osawe: "Drei Tore immer etwas Besonderes"
Wie sehr er seine neuen Fußballstiefel offensichtlich mag, sahen die Zuschauer in Duisburg zum ersten Mal in der 12., nach der Pause dann noch in der 48. und 64. MInute. "Drei Tore zu schießen, ist für einen Stürmer immer etwas Besonderes", sagte Osawe nach seinem insgesamt zweiten Dreierpack für den FCK. "Aber viel wichtiger ist heute der Sieg." Durch den Dreier bleiben die Lautrer trotz weiter komplizierter Ausgangslage im Kampf gegen den Abstieg im Rennen. Der Rückstand auf die Plätze 16 und 15 wurde vorläufig auf fünf Punkte verkürzt.
"Wir müssen einfach weiter von Spiel zu Spiel schauen", sagte Ruben Jenssen, der nach der Pause eingewechselt wurde. Am kommenden Wochenende kommt Jahn Regensburg auf den Betze. "Wenn wir da den nächsten Dreier holen können, sind wir wieder dick im Geschäft", so Benjamin Kessel, der per Kopf den Treffer zum Endstand nachgelegt hatte. "Wenn du die Kurve siehst, dann willst du etwas zurückgeben", sagte der Rechtsverteidiger mit Blick auf die einmal mehr überragende Unterstützung durch rund 3.000 mitgereiste FCK-Fans.
Kessel: "Noch sechsmal alles reinhauen"
"Wir haben noch sechs Spiele und werden sechsmal alles reinhauen", so Kessel weiter. "Abgerechnet wird am Schluss." Auch Osawe bekräftigte, dass die Mannschaft die Hoffnung nie verloren habe. "Wir haben den Glauben, jedes Spiel gewinnen zu können." Weitere Tore des Engländers wären bei diesem Unterfangen natürlich hilfreich. "Von mir aus auch in Sandalen", flachste auf das neue Schuhwerk angesprochen Trainer Michael Frontzeck, der seinem gesamten Team eine "komplette Mannschaftsleistung" attestierte. Vor der Pause habe man zwar großes Glück gehabt, davon sei "der FCK in der Hinrunde aber auch nicht gerade verfolgt worden".
Quelle: Der Betze brennt

