
Thriller-Sieg: Lautern schlägt Union 4:3
Der 1. FC Kaierslautern hat sein Heimspiel gegen Union Berlin 4:3 gewonnen. Zum Matchwinner avancierte Phillipp Mwene.
Michael Frontzeck veränderte die Startelf nach der 1:2-Niederlage in Aue dreimal: Brandon Borrello, Phillipp Mwene und Marcel Correia starteten für Nicklas Shipnoski, Joel Abu Hanna und den verletzten Jan-Ingwer Callsen-Bracker (alle drei waren nicht im Kader). Correia bildete mit Stipe Vucur die Innenverteidigung, Borrello und Mwene besetzten die Flügel. Guwara startete als Linksverteidiger.
Auf schwierigem Geläuf und bei Schneefall erwischte der FCK den besseren Start: Brandon Borrello erzielte aus 30 Metern ein Traumtor und brachte die Roten Teufel in Front (9.). Unions Felix Kroos traf kurz danach mit einem Flachschuss den Außenpfosten (11.). In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, der FCK hätte durch Sebastian Andersson und Phillipp Mwene nach einer halben Stunde das 2:0 erzielen können (30.). Kurz danach verpasste Osayamen Osawe das Tor nur knapp (31.). Dann die kalte Dusche für die Pfälzer: Nach einem Freistoß unterlief Anderrson ein Eigentor (36.). Der Schwede korrigierte sein Missgeschick jedoch fünf Minuten später und drückte eine Borrello-Flanke per Kopf über die Linie (41.).
Vier Tore im zweiten Durchgang
Nach dem Wiederanpfiff glichen die Gäste erneut aus. Steven Skrzybski überwand Marius Müller nach einem leicht abfälschten Ball (51.). In der 67. Minute ging der FCK aber wieder in Führung: Borrello holte einen Strafstoß heraus, den Moritz zum 3:2 verwertete. Doch auch dieser Vorsprung hatte nicht Bestand: In der 81. Minute traf Skrzybski zum 3:3. Der Wahnsinn setzte sich fort: In der 86. Minute erzielte Mwene das 4:3.
Der 1. FC Kaiserslautern steht weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz und spielt am kommenden Samstag (13 Uhr) bei der SpVgg Fürth.
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Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern - Union Berlin
- Auswertung des Zuschauer-Tippspiels, 25. Spieltag
- Das FCK-Stimmungsbarometer: Wie ist die aktuelle Gefühlslage der Fans?
Ergänzung, 22:20 Uhr:

Andersson: "Alles drin, mit einem guten Ende"
Der 1. FC Kaiserslautern hat sich in einem rasanten Spiel gegen Union Berlin mit 4:3 durchgesetzt. Phillipp Mwene freute sich über seinen Treffer vor der Westkurve. Marcel Correia richtete den Blick schon voraus.
Welch ein Krimi! Viermal war der FCK im Schneegestöber auf dem heimischen Betzenberg gegen die Eisernen aus Berlin in Führung gegangen, dreimal glichen die Gäste aus. Das vierte Tor von Phillipp Mwene entschied den Thriller und ließ die Roten Teufel drei wichtige Punkte auf dem Konto verbuchen. "Ein wunderschöner Tag. Und dann ist heute auch noch Freitag", fasste Lukas Spalvis die Gefühlslage beim FCK-Team lachend zusammen.
Andersson: "Das war wichtig für mein Selbstvertrauen"
Elfmeter, Eigentor und sieben Treffer - "In diesem Spiel ist alles passiert, mit einem guten Ende für den FCK", sagte Sebastian Andersson. Der Schwede stand im ersten Durchgang im Mittelpunkt. Nach einem Traumtor von Brandon Borrello aus 30 Metern hatte Andersson einen Gäste-Freistoß in den eigenen Kasten gelenkt. "Der Ball kam gut rein, ich dachte Müller geht hin", beschrieb der Angreifer die Szene. Sekunden-Bruchteile später sprang die Kugel von seinem Kopf ins Tor. Seinen Fauxpas machte Andersson aber nur fünf Minuten später wieder gut: Nach Flanke von Borrello köpfte er ins diesmal richtige Tor zum 2:1. "Das war wichtig für mein Selbstvertrauen", sagte der erleichterte Sommer-Neuzugang.
Mwene: "Das Geilste ist, dass ich das Tor vor der Kurve mache"
Es ging im weiteren Spielverlauf hin und her: Zweimal gleich Union noch aus. Auf das letzte Tor von Mwene fanden die Hauptstädter aber keine Antwort mehr. Der Österreicher sorgte in der 86. Minute für den 4:3-Endstand. "Adrenalin pur", sagte der Rechtsaußen. "Das Geilste ist, dass ich das Tor noch vor der Kurve gemacht habe. Nach dem Treffer in Darmstadt war das noch einmal etwas Besonderes." Die Mannschaft, so Mwene, habe eine starke Leistung abgerufen: "Wir haben alle gefightet, so ist vieles möglich."
Frontzeck: "Insgesamt war das eine famose Leistung
Das sah auch Michael Frontzeck so, der nach dem Schlusspfiff aber erst einmal durchatmen musste. "Das Spiel hat mich auch ein Stück weit mitgenommen und angefasst, weil alles drin war", sagte der Cheftrainer, lobte aber dann: "Wenn ich von den Toren absehe, hat meine Mannschaft mit unglaublichem Aufwand dagegengehalten. In den Kontersituationen lassen wir einiges liegen, aber insgesamt war das eine famose Leistung." Sein Team habe es nun geschafft, im Abstiegskampf "den Fuß in der Tür zu halten".
Correia: "Wir haben es ein Stück weit in der eigenen Hand"
Am kommenden Wochenende könnte der FCK nun den nächsten Schritt machen und im direkten Duell mit Konkurrent Fürth einen weiteren Big Point landen. "Die Mannschaft hat eine tolle Moral, gerade nach dem Aue-Spiel", freute sich Borrello. "Wir können das heute mit nach Fürth mitnehmen." Auch Marcel Correia hoffte, den Rückenwind aus dem Union-Spiel mit nach Franken zu nehmen: "Ich sehe keinen Grund, warum wir in Fürth nicht gewinnen sollten." Mit Blick auf die restlichen Saisonspiele fügte er an: "Wir haben es ein Stück wie in der eigenen Hand."
Quelle: Der Betze brennt


