
Schwacher FCK verliert 1:2 in Aue
Der 1. FC Kaiserslautern hat sein Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue 1:2 verloren. Vor allem im ersten Durchgang präsentierten sich die Roten Teufel schwach.
Trainer Michael Frontzeck sah sich erneut zu Umstellungen gezwungen: Der kranke Brandon Borrello und Phillipp Mwene (Gelbsperre) wurden durch Nicklas Shipnoski, der auf dem rechten offensiven Flügel startete, und Joel Abu Hanna vertreten. Leon Guwara übernahm dafür den offensiven Part auf der linken Außenbahn.
Der FCK erwischte einen krachenden Fehlstart in die Partie: Keine zwei Minuten waren gespielt, als Pascal Köpke nach einer Ecke das 1:0 markierte (2.). In der Folge blieben die Hausherren mit ihrem Umschaltspiel gefährlich, die Roten Teufel hatten mehr Spielanteile, ließen aber jede Durchschlagskraft gegen die defensive Fünferreihe der Veilchen vermissen. So ging es mit einem 0:1 in die Pause.
Vucurs Tor zählt im zweiten Anlauf
Frontzeck brachte Spalvis für Shipnoski zur zweiten Hälfte. In der 54. Minute köpfte Stipe Vucur den Ball nach einem Eckstoß in die Maschen, doch weil Osayamen Osawe im Sichtfeld von FCE-Keeper Martin Männel stand, zählte das Tor nicht. Kurz darauf die kalte Dusche für die Gäste: Ridge Munsy schloss einen Sololauf sehenswert zum 2:0 für Aue ab (63.). Doch nur drei Minuten später verkürzte der FCK wieder: Diesmal fand Vucurs Kopfball nach einem Guwara-Eckstoß zurecht Anerkennung (66.). In der Folge blieb der FCK engagiert, kam aber nicht zum Ausgleich.
Die Pfälzer stehen damit weiter am Ende der 2. Bundesliga, am kommenden Freitagabend empfängt der FCK Union Berlin auf dem Betzenberg.
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Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern
- Das FCK-Stimmungsbarometer: Wie ist die aktuelle Gefühlslage der Fans?
Ergänzung, 16:24 Uhr:

Moritz zur Anfangsphase: "Waren noch in der Kabine"
Nach der 1:2-Niederlage bei Erzgebirge Aue regierte beim 1. FC Kaiserslautern die Enttäuschung. Vor allem die verschlafene Anfangsphase sorgte für viel Selbstkritik in Reihen der Roten Teufel.
Das Kellerduell zwischen dem FCK und Aue war keine zwei Minuten alt, da zappelte der Ball schon im Lautrer Kasten. Pascal Köpke hatte nach einem Eckstoß freistehend aus kurzer Distanz zur frühen Führung der Hausherren abstauben können. "Das 0:1 war der Knackpunkt. Dem laufen wir das ganze Spiel hinterher. Da haben wir einfach unseren Job nicht gemacht", ärgerte sich Torhüter Marius Müller. Dabei hatte das Trainerteam in der Mannschaftsbesprechung vor der Partie extra noch einmal auf die Standardvarianten der Sachsen aufmerksam gemacht. "Es war nicht das erste Mal, dass sie den Ball dort hin spielen", sagte Christoph Moritz.
Moritz: "Hatten uns das anders im Anlaufverhalten vorgestellt"
Für den FCK markierte die kalte Dusche den frühen Höhepunkt einer schwachen Anfangsphase. "Die ersten 20 Minuten waren wir noch komplett in der Kabine", kritisierte Moritz. "Wir hatten uns das anders im Anlaufverhalten vorgestellt. Dann haben wir ständig Diagonalbälle in unseren Rücken kassiert, dadurch kam Aue in Flankenposition, teilweise auch durch ganz einfache gerade Bälle." Erst durch einige taktische Anpassung gelang es den Pfälzern, Zugriff auf die Partie zu bekommen. Torchancen erspielten sie sich allerdings erst in der zweiten Hälfte, als Lukas Spalvis im Spiel war und der FCK den giftigen Auern entschlossener begegnete.
Seufert: "Dass die uns in ihrem Stadion auskontern, ist schon bitter"
Allerdings bestrafte der FCE die nun immer weiter aufgerückten Lautrer mit einem Konter über die äußerst schwache linke Defensivseite. Ridge Munsy krönten seinen Sololauf mit dem zweiten Tor der Veilchen. "Der Konter zum 2:0 war ärgerlich. Dass die uns in ihrem Stadion auskontern, ist schon bitter", sagte Nils Seufert. Auch Müller haderte: "Wir haben einen Tick zu kopflos agiert und drei, vier gute Konter zugelassen. Das darfst du hier nicht machen, wo jeder schnelle Angriff vom Publikum gefeiert wird und Aue die schnellen Leute hat."
Moritz: "Wir müssen die 65 Minuten nach dem Gegentor mitnehmen"
Die große Chance, den Rückstand auf das rettende Ufer zu verkürzen, hat der FCK damit verpasst. Dennoch bemühten sich die FCK-Profis, den Blick sofort nach vorne zu richten. "Dadurch, dass wir die kleine aber feine Serie von neun Punkten gefahren haben, schnuppern wir wieder am Relegationsplatz und sind in Schlagdistanz", betonte Moritz. "Wir müssen die 65 Minuten nach dem Gegentor mitnehmen, da haben wir dann auch gezeigt, was wir uns erarbeitet haben."
Frontzeck: "Der Kampf geht weiter"
Auch Chefcoach Michael Frontzeck kündigte an, sich nur "kurz schütteln" zu wollen und ab Montag den vollen Fokus auf das kommende Heimspiel gegen Union Berlin zu legen. "Meine Mannschaft hat alles auf dem Platz gelassen", sagte der 53-Jährige mit Blick auf die abgespulte Laufdistanz seiner Spieler (120 Kilometer) und fügte entschlossen an: "Der große Kampf geht weiter!" Auch Müller gab sich kämpferisch: "Wir haben nach der Niederlage gegen Sandhausen bewiesen, dass wir zurückkommen können. Und so wird es nächste Woche auch wieder sein."
Quelle: Der Betze brennt


