
Spalvis trifft doppelt: 2:1 in Braunschweig
Optimaler Einstand für Michael Frontzeck als Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Jeff Strasser gewannen die Roten Teufel in Braunschweig mit 2:1. Beide Tore erzielte Lukas Spalvis.
Vor rund 20.000 Zuschauern in Braunschweig waren die Akteure von Beginn an hellwach. Jan Hochscheidt packte in der 3. Minute einen gefährlichen Aufsetzer aus und stellte Jan-Ole Sievers im FCK-Tor auf eine erste Bewährungsprobe. Der Vertreter des gesperrten Marius Müller parierte gut und hatte nach der folgenden Ecke Glück, dass ein Schuss von Domi Kumbela knapp am Pfosten vorbeistrich (4.).
Die Lautrer sendeten aber ebenfalls ein schnelles Lebenszeichen. Nach Maßflanke von Brandon Borrello war Lukas Spalvis zur Stelle und köpfte zur frühen Führung ein (5.). Nach dem 1:0 zeigten die Roten Teufel ein gutes Auswärtsspiel und hatten zweimal durch Osayamen Osawe die Möglichkeit zum 2:0 (31., 33.). Der zweite Treffer gelang dann wieder Spalvis. Nach einer Ecke landete der Ball vor den Füßen des Angreifers, der trocken zum 2:0 einschoss (35.).
Enge Schlussphase
Nach Wiederbeginn versuchten die Gastgeber noch einmal mit Macht zurückzukommen. Trotz weniger Spielanteile machten es die Lautrer aber anfangs gut. Kam doch einmal ein Schuss durch, war auf Sievers Verlass (60., 67.). Bei einem Konter ließ Osawe die Chance zur Entscheidung liegen (61.) und so wurde es nach dem Anschlusstreffer durch Abdullahi (72.) doch noch einmal eng.
Auch in der Schlussviertelstunde stemmten sich die Lautrer aber gut dagegen. Braunschweig hatte wieder durch Abdullahi noch zwei große Gelegenheiten zum Ausgleich (80., 85.). In der 88. Minute traf Ken Reichel sogar die Latte. Nach langen fünf Minuten Nachspielzeit war es dann aber geschafft und drei ganz wichtige Zähler im Abstiegskampf unter Dach und Fach.
Nach dem dritten Saisonsieg können die Lautrer schon am kommenden Freitag nachlegen. Dann ist der starke Aufsteiger Holstein Kiel um 18:30 Uhr zu Gast im Fritz-Walter-Stadion.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 16:45 Uhr Uhr:

Frontzeck: “Die Überzeugung ist noch da”
Riesenjubel im Lager des FCK: Durch ein 2:1 in Braunschweig senden die Roten Teufel im Abstiegskampf ein starkes Signal: "Wir leben auf jeden Fall", sagte Christoph Moritz nach dem Schlusspfiff. Für Trainer Michael Frontzeck war es ein Einstand nach Maß.
Der neue Coach des 1. FC Kaiserslautern verteilte sowohl an das Team als auch an die mitgereisten Fans ein großes Kompliment. Mit so vielen Anhängern an einem Sonntagmittag nach Braunschweig zu kommen, sei "schon ein Ausrufezeichen", sagte Frontzeck. Das habe er der Mannschaft auch mit auf den Weg gegeben. "Die Überzeugung ist noch da", so der FCK-Trainer. "Und genau so müssen wir auftreten."
Gerade die erste Halbzeit, in der Lukas Spalvis die Lautrer mit zwei Toren auf die Siegerstraße brachte, habe ihm "sehr gut gefallen", sagte Frontzeck, der in der Startformation mit Osayamen Osawe anstelle von Sebastian Andersson für eine kleine Überraschung gesorgt hatte. Hinten raus habe man dann auch Glück gehabt. Er habe sich aber genauso ein Spiel gewünscht, "in dem die Mannschaft alles auf dem Platz lässt. Heute sind wir belohnt worden".
Altintop-Debüt nach einer Stunde
Kapitän Moritz stellte seinerseits noch einmal die Rolle der drei Neuzugänge heraus, die dem Team "einen Schub gegeben haben". Jan-Ingwer Callsen-Bracker "coacht uns mit seiner Erfahrung und ist auch in der Kabine ganz wichtig", so der Mittelfeldmann. Das gleiche gelte für Halil Altintop, der nach gut einer Stunde für Ruben Jenssen in die Partie kam. "Wenn du in der 60. Minute Halil bringen kannst, gibt das einer jungen Mannschaft schon einen Schub", so Moritz. "Da ziehe auch ich mich dran hoch."
Frontzeck erklärte, er wolle eigentlich keinen Spieler aus dem guten Kollektiv herausheben. "Für Jan-Ole (Sievers) im Tor hat es mich aber sehr, sehr gefreut." Der Vertreter des gesperrten Marius Müller habe "ein richtig gutes Spiel gemacht", so der 53-Jährige. Für alle, die es in der Pfalz mit dem FCK halten, sei es jetzt erst einmal "eine angenehme Woche". Auf das Spiel könne man aufbauen und dann "das Heimspiel gegen Kiel angehen mit allem, was wir haben".
Quelle: Der Betze brennt
