Troglauer hat geschrieben:
Es interessiert die Behörden leider wenig, ob der FCK das Stadion in Liga 3 noch stemmen kann und bei der Stadt gewinnt man tatsächlich immer stärker den Eindruck, dass sie sich intern bereits für ein Ende mit Schrecken entschieden hat.
Was wären die Alternativen? Da sieht es in der Tat nicht gut aus.
Man kann den Kasten da oben drehen und wenden und auf den Kopf stellen wie man will, der verschlingt immer seine rund 10 Millionen pro Jahr, Tendenz mit zunehmendem Alter vermutlich noch steigend. Egal, wem man die Kosten letztlich in welcher Weise auch immer aufdrückt, irgendjemand muss sie bezahlen und niemand wird dies gerne tun.
Auf der anderen Seite der Rechnung, der Einnahmenseite, gibt es nur den FCK, der theoretisch in der Lage wäre, die Kosten wieder hereinzuspielen. Das klappt aber in der zweiten Liga schon nicht wirklich, darunter geht es nicht mal ansatzweise. Bei einem Abstieg wird das FWS zu einer reinen Geldfressmaschine.
Was man mit so einem Ding machen will, muss der Eigentümer entscheiden. Das ist nun einmal die Stadt. Beste Lösung wäre logischerweise der Verkauf an einen privaten Käufer. Nur, wer ist schon so blöd in eine Investitionsruine zu investieren? Im Zweifelfall nur jemand, der da oben etwas anderes, potentiell gewinnbringenderes vorhat als Fußball. Wahrscheinlich aber wird sich überhaupt niemand finden. Was dann? Bleiben eigentlich nur Abriss oder Rückbau. Kurzfristig ist das noch teurer, aber auf Sicht wird es kaum eine andere Lösung geben.
Das sind die äußeren Tatsachen, mit denen der FCK - und damit der neue Aufsichtsrat - jetzt planen müssen. Die Idee, das Stadion mit möglichst allen Kosten einfach der Stadt aufzudrücken wird aus den oben genannten Gründen nicht funktionieren. Das ist Zeitverschwendung. Die Stadt ist kein Geldesel, eher im Gegenteil. Die ist selber pleite und die indirekten Benefits, die sie ansonsten vielleicht noch vom FCK hat, schrumpfen in der 3. Liga auch auf ein nicht mehr wirklich attraktives Niveau zusammen.
Für den FCK muss daher jetzt m.M.n. Priorität haben, sicherzustellen, dass er ligaunabhängig weiter existieren kann und dass er weiterhin eine Spielstätte hat. Idealerweise in irgendeiner Form oben auf dem Berg, zur Not eben aber auch irgendwo anders.
Kleinere Vereine mit weniger grundsätzlichem Umsatzpotential als wir, wie der SVS, haben auch funktionierenden und praktische Stadien. So etwas in der Richtung wäre möglicherweise ein realistisches Ziel.