
Schnatterer schockt Lautern: 2:3 in Heidenheim
Der 1. FC Kaiserslautern hat beim 1. FC Heidenheim 2:3 gespielt. Als Knackpunkt erwies sich eine Elfmeterszene im zweiten Durchgang.
Beide Mannschaften kamen in den ersten Minuten zu guten Chancen. Marius Müller vereitelte einen Kopfball von Robert Glatzel (7.), auf der Gegenseite schoss Christoph Moritz aus guter Position über den Kasten (13.). In der 23. Minute war die Partie für FCK-Schlussmann Müller beendet. Der Keeper hatte sich kurz zuvor bei einer Parade verletzt und musste durch Jan-Ole Sievers ersetzt werden. Bis zur Pause tat sich danach auf beiden Seiten wenig.
Im zweiten Durchgang gingen die Schwaben nach einer Standardsituation in Führung. Kolja Pusch schlug einen Freistoß vor das Tor, wo Mathias Wittek aus dem Gewühl heraus zum 1:0 traf (56.). Doch direkt im Gegenzug fand der FCK die richtige Antwort. Lukas Spalvis nickte eine Flanke von Brandon Borrello ins Netz (58.).
Spalvis fliegt vom Platz - Borrello leitet den Ausgleich ein
In der 67. Minute wurde es hektisch. Nach einer Ecke wertete Schiedsrichter René Rohde Spalvis' Trikotzupfen nach einem Eckstoß als elfmeterwürdig. Der Stürmer lieferte sich danach ein Kopf-an-Kopf mit Arne Feick - und sah Rot. Mark Schnatterer verwandelte den Strafstoß (67.). Der FCK gab sich nicht auf und kam durch eine abgefälschte Borrello-Flanke wieder zum Ausgleich (80.). In der Schlussminute kam der FCH zum 3:2. Schnatterers Freistoß schlug mit viel Glück im Tor ein. Sievers machte dabei keine gute Figur.
Der 1. FC Kaiserslautern steht weiter am Tabellenende der 2. Bundesliga. Am nächsten Sonntag (13.30 Uhr) empfangen die Roten Teufel den FC Ingolstadt auf dem Betzenberg.
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Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: 1. FC Heidenheim - 1. FC Kaiserslautern
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Ergänzung, 21:54 Uhr:

Spalvis frustriert: "Ich mache es dumm"
Frust und Tristesse: Nach dem Last-Minute-Nackenschlag in Heidenheim hängen beim FCK die Köpfe.
Pech, Unvermögen und Dummheit: Für den 1. FC Kaiserslautern kam am Freitagabend auf dem Heidenheimer Schlossberg alles zusammen. Dabei zeigten die Roten Teufel, was Einstellung und Moral anging, eine gute Partie, kamen zweimal nach einem Rückstand zurück, trotzten dabei sogar der Unterzahl.
Dass es am Ende aber nicht einmal zu einem Punkt reichte, lag an zwei entscheidenden Szenen: Zunächst war da die 68. Minute, als Lukas Spalvis erst ein Foulspiel im Strafraum beging und danach wegen eines leichten Kopfstoßes gegen Arne Feick vom Platz gestellt wurde (68.). "Er fliegt um wie ein Brett", sagte der anschließend mit Rot vom Platz gestellte Stürmer. Spalvis gab sich allerdings einsichtig: "Er macht's klug - ich mache es dumm."
Borrello: "Man kann es an vielem festmachen"
Durch seine Aktion trübte der litauische Nationalstürmer nicht nur seine eigene Leistung - wenige Minute zuvor hatte er das wichtige 1:1 erzielt. Auch sein Team geriet wieder unter Druck, weil Marc Schnatterer vom Elfmeterpunkt die erneute Führung erzielte. Zwar schlug der FCK noch einmal zurück und kam durch eine abgefälschte Flanke von Brandon Borrello zum neuerlichen Ausgleich.
Dann aber ereignete sich die zweite Schlüsselszene in der letzten Minute: Schnatterer trat einen Freistoß aus rund 30 Metern, den sich Ersatzkeeper Jan-Ole Sievers (für den verletzten Marius Müller in der 23. Minute eingewechselt) ins eigene Netz boxte. Ein schlimmer Torwartfehler, der die Lautrer um einen Zähler brachte. Das typische Pech eines Tabellenletzten? Wenn man unten stehe, "kommen auch noch solche Sachen", sagte Spalvis. Brandon Borrello schloss mit Blick auf die Krise an: "Man kann es heute an vielem festmachen."
Strasser: "Das hat die Mannschaft heute nicht verdient"
"Unsere Mannschaft hat nicht verdient, das Spiel hier heute zu verlieren", haderte Jeff Strasser. "Wir müssen hier eigentlich einen Punkt mitnehmen. Zum Schluss werden wir bestraft. Das hat die Mannschaft heute nicht verdient." Trotzdem richtete der Cheftrainer den Blick sogleich nach vorne. "Wir müssen in den nächsten 18 Endspielen versuchen, die Punkte zu holen, um da unten herauszukommen", sagte der Cheftrainer.
Auch Christoph Moritz bemühte sich sichtlich niedergeschlagen um Zweckoptimismus. "Heute Abend tut es weh. Morgen früh auch noch. Aber am Montag muss es weitergehen", sagte der Mittelfeldmann.
Quelle: Der Betze brennt

