salamander hat geschrieben:
P.S. Das mit der Bonität sollten wir vertiefen...
Ich halte wenig davon, NR persönlich zu attackieren und ihm Unredlichkeit vorzuwerfen. Genau der selbe Fehler wurde schon bei Rombach und Kuntz gemacht. NR hat aber in mehreren strategischen Einschätzungen weit daneben gelegen.
Die Vorstellung man könne einen Fußballverein ohne Kompetenz im Kerngeschäft führen.
Der Glaube, man müsse den Verein nur „professionell“ im Bereich Marketing führen und die Sponsorengelder würden sprudeln.
Die Annahme man könne den Verein auf der Kostenseite sanieren, unter Missachtung der offensichtlichen Interdependenz zur Einnahmenseite.
Und darauf basierend ein völlig missratener Investorenprozess.
Herr Hopp hat seit vier Jahren keinen Cent mehr in Hoffenheim investiert. Er hat den Verein als gehobenen Ausbildungsverein etabliert - genau das was wir unter Kuntz auch wollten. Hopp hatte aber einen Vorteil von rd. 5 Mio. p.a. aus den Zuschauereinnahmen, weil der Verein das Stadion zu vernünftigen Kosten nutzen kann.
Wir wollten ein Geschäftsmodell verkaufen, in dem keiner aus dem Verein mehr Kompetenz hatte. Kuntz DFB-U21 Trainer; Metz DFB-U-18 Trainer; B Jugend Trainer Nr. 1 ist jetzt bei Hoffenheim, Nr. 2 hat gekündigt; der Trainer und Akteur, der alles aufgebaut hat, K5Stück, gefeuert; Bugera nun Co-Trainer in der ersten; U-23 abgestiegen; erhebliche Kostenkürzungen im NLZ (das sollten sich insbesondere die Anleihekritiker mal auf der Zunge zergehen lassen)...
Wir haben alles und jeden abgeschafft, der Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell als Ausbildungsverein ist und suchen dann nach Investoren? Was in dem Investorenprozess übrig geblieben ist, sind ein paar Gönner. Und die Frage ob wir einen Investor finden, hat null, null mit der Ausgliederung zu tun oder irgendwelchen Rechten. Soweit sind wir gar nicht gekommen. Die Investoren haben vorher schon abgewunken.
Man kann diesen Weg der Kostensenkungen gehen, aber insbesondere der Jugendbereich reagiert sehr sensibel darauf, was man zur Zeit sehen kann (für A und B-Jugend wird es sehr herausfordernd die Klasse zu halten), aber dann einen Investorenprozess draufzusetzen, der genau das als Kern-Asset verkauft? Und parallel eine 1. Mannschaft die zwei Jahre hintereinander deutlich hinter ihren Budget-Möglichkeiten landet, was auch nicht gerade von Kompetenz im Kerngeschäft zeugt.
Wir müssen unser Kerngeschäft in den Griff bekommen, die Lasten für das Stadion fair verteilen und endlich den Verein einen. Wenn ich hier lese wie despektierlich mit Leuten umgegangen wird, die sich über Jahre hinweg für den Verein eingesetzt haben (egal auf welcher Ebene) - da kann man nicht konstruktiv arbeiten. Und Vertrauen und konstruktive Arbeit, sind die Grundlage von jedem Erfolg.