Es spricht eindeutig für St.Pauli,dass sie sich so für die Belange der Fans einsetzen.Soviel Rückgrat würde ich mir von anderen Vereinen auch mal wünschen.Steini hat geschrieben:nur St.Pauli hat gegen den neuen TV Vertrag gestimmt...
Ist aber seltsam,dass trotz ihrer Heimstärke und der immer guten Stimmung dort seitdem kein St.Pauli-Heimspiel mehr übertragen wurde,oder etwa nicht?Seb hat geschrieben:Das DSF hatte das damals gleich richtig gestellt, dass sie doch noch Heimspiele von St. Pauli übertragen wollen.
Wie ich diesen Drecksladen kenne,wird St. Pauli gegen uns seit Äonen von Jahren erstmals wieder montags zuhause spielenSeb hat geschrieben:
Ich bin mir sicher, dass sie auch früher oder später wieder ein Spiel übertragen werden.
Nein. Ich tippe und hoffe auch auf ein Freitagsspiel.OWL-Teufel hat geschrieben:Wie ich diesen Drecksladen kenne,wird St. Pauli gegen uns seit Äonen von Jahren erstmals wieder montags zuhause spielenSeb hat geschrieben:
Ich bin mir sicher, dass sie auch früher oder später wieder ein Spiel übertragen werden.
Jaaaaa,da bete ich auch fürn4rf hat geschrieben: Nein. Ich tippe und hoffe auch auf ein Freitagsspiel.
Weiterlesen: http://www.pfalz-inferno.com/pi_blog/?p=3114 Jahre 2.Bundesliga - 4 Jahre "We don't like Mondays!"
Es ist geschafft! Der FCK ist nach 4 langen Jahren Zweitliga Fußball wieder ins Oberhaus aufgestiegen. Das bedeutet für alle FCK Fans mehr, als nur dass die Gegner wie Wehen, Paderborn, Ahlen und FSV Frankfurt durch Vereine wie Schalke 04, den Hamburger SV, Bayern München und Eintracht Frankfurt ersetzt werden. Es bedeutet nicht nur, dass man wieder in den großen deutschen Stadien wie Dortmund und Stuttgart spielt. Es bedeutet nicht nur, dass der Gästeblock im Fritz-Walter-Stadion endlich wieder regelmäßig gefüllt sein wird, sondern noch viel mehr!stpauli
Es bedeutet nämlich vor allem auch, dass man wieder zu vernünftigen Anstoßzeiten seinen Verein unterstützen kann! Man kann endlich wieder aus voller Kehle singen: „Wir stehen am Samstag im Stadion…“ und zwar nicht um 13:00 Uhr, sondern wie sich das gehört um 15:30 Uhr!!!
Doch bedeutet das auch, dass der Kampf gegen die fanfeindlichen Anstoßzeiten nun ein Ende hat?
Kompletter Text:Hallo Betze-Fans,
(....)
In Kaiserslautern haben wir vor 10 Jahren angefangen ein Zeichen zu setzen. Damals im September 2006 in Rostock prangte das erste Mal das Banner „We don’t like Mondays - FCK Fans gegen Montagsspiele“ am Zaun. Die Fahne stand schon damals symbolisch gegen die Spieltagszerstückelung und gleichzeitig für fangerechte Anstoßzeiten. Wirft man den Blick in die Zukunft der Beletage, sieht man, dass diese Thematik heute präsenter denn je ist. Wir müssen weiter präsent sein und unser Anliegen an die Öffentlichkeit tragen. Wir fordern euch alle auf, den Kampf mit uns weiter zu tragen und heute, 10 Jahre später, fest für unsere Ziele einzustehen!
WE DON’T LIKE MONDAYS! FCK Fans gegen Montagsspiele!
Der ganze Text (I tell you why...)Montagmorgen die Vorfreude ist riesig. Endlich wieder Betzenberg. Die stinkige Glückskutte, 4 Schals und das Betzetrikot liegen schon seit Freitag bereit und warten auf Ihren Einsatz. Es wird ein langer Tag, ein sehr langer Tag. 6:45 Uhr aufstehen, ab in die Schule und danach mit meiner Tante Richtung Kaiserslautern. Dies sollte eigentlich meine erste Saison mit einer eigenen Dauerkarte werden. Nachdem ich mich im Vorjahr mit Einzelkarten begnügen musste, entschieden meine Eltern mit 15 Jahren ist Man(n) endlich bereit für eine Jahreskarte. Aufgrund des erstmaligen Abstiegs unseres Clubs aus der Bundesliga, wäre es sogar möglich gewesen, eine der begehrten Dauerkarten zu ergattern. Doch erstens kam es anders und zweitens, ihr wisst schon. Dass die Uhren in Liga 2 anders ticken, musste ich schon in jungen Jahren am eigenen Leib erfahren. Der Traum der eigenen Dauerkarte platze in dem Moment, als meine Eltern herausfanden, dass ein Großteil der FCK Spiele wohl unter der Woche ausgetragen werden. Somit blieb mir nichts übrig, als die Terminierungen abzuwarten und darauf zu hoffen, eine der begehrten Karten im Vorverkauf abzustauben. Eine Bedingung konnte ich jedoch mit meinen Eltern aushandeln. Beim Heimspiel gegen Waldhof Mannheim bin ich vor Ort, egal wann das Spiel stattfindet. Am heutigen Montag um 19:30 Uhr war es dann soweit. Die Saison 1996/1997 neigt sich dem Ende zu. Die roten Teufel von Trainier Otto Rehhagel lieferten eine geile Saison ab. Mit einem Sieg gegen die Barackler wäre der direkte Wiederaufstieg so gut wie sicher und Mannheim mit einem Bein in der Regionalliga. Dank des DFB traf der FCK im heimischen Stadion am Montagabend auf Eintracht Frankfurt, den KFC Uerdingen und Waldhof Mannheim. Donnerstags war Unterhachingen und mittwochs zum Saisonfinale der SV Meppen zu Gast. Lediglich für die Partien gegen Mannheim und Meppen erhielt ich die Freigabe von der heimischen Staatsmacht. Ärgerlich. Die Auswärtsfahrer traf es noch härter. Erst in den nächsten Jahren sollte mir so richtig bewusst werden, was es eigentlich bedeutet, wenn man sein Team zu jedem Spiel begleiten möchte. Im Nachhinein betrachtet ist es schon krass. Der FCK bestritt damals neben den 5 genannten Heimspielen noch weitere 6 Auswärtsspiele an einem Wochentag. Dennoch gab es etliche Highlights in dieser Spielzeit. Die Betzebuwe verewigten sich mit dem direkten Wiederaufstieg und der darauffolgenden Meisterschaft in den Geschichtsbüchern. Bis zum heutigen Tag bewahrheitet sich der Gassenhauer: „Nie mehr SV Waldhof“. Die Waldhöfer verabschiedeten sich an dem besagten Montagabend sang und klanglos Richtung Bedeutungslosigkeit. Nach Toren von Martin Wagner, Doppeltorschütze Harry Koch, Olaf Marschall Fußballgott und Jürgen Rische hieß es am Ende 5:0 für die Guten. Hoffen wir auf einen neuen Slogan, der dann lautet: „Nie mehr Montagabend!“
Weiter:Montagsspiele sind so ziemlich das unbeliebteste, über das Fans in der zweithöchsten deutschen Fußballliga diskutieren. Über die Strapazen, um überhaupt bei den Spielen im Stadion stehen zu können, die kurzen Nächte, der Kampf gegen schwere Augenlider am Arbeitsplatz, verprasste Urlaubstage und die gelben Scheine wurde euch bereits ausführlich berichtet. Heute möchten wir mit euch zunächst einen Blick auf die Geschichte dieses elendigen Spieltermins werfen.
Das erste Montagsspiel der zweiten Liga, welches nicht auf einer Spielverlegung basierte, liegt bereits 23 Jahre zurück und datiert auf den 18.10.1993. Damals traf unser 98er Meisterkeeper Andreas Reinke mit dem FC St. Pauli auf unseren Sportdirektor Uwe Stöver, der seinerzeit für den VfL Bochum auf dem Platz stand. In der Saison 93/94 sollten 7 weitere Spiele am Montagabend folgen, ehe sie ab der Saison 95/96 zum festen Repertoire der Prime Time im deutschen Fernsehen gehören sollten. Natürlich gibt es seither auch jedes Jahr aufs Neue die beste zweite Liga aller Zeiten.
Zuvor wurde zeitgleich mit der Beletage gespielt. Freitags um 19:30, bzw. 20 Uhr, samstags um 15:00, bzw. 15:30 Uhr und sonntags um 15 Uhr. Der Hauptspieltag war dabei noch uneingeschränkt der Samstag. Zwischendurch gab es übrigens manchmal noch ein Sonntagsspiel um 18 Uhr, welches sicher auch heute im Pay TV Zeitalter noch problemlos als Alternative zum Livespiel am Montag dienen könnte. Am Sonntag wurde in der Bundesliga damals nur selten gespielt und wenn, dann nur ein Spiel um 18 Uhr (die 2. Liga kickte in diesem Fall sonntags nur um 15 Uhr).
Spieltermine welche heutzutage leider undenkbar geworden sind. Hauptverantwortlich dafür sind die immer weiter explodierenden TV Gelder und damit die Machtzunahme der TV-Anstalten über das Produkt Fußball. Die Schraube ist seit Jahren so weit gedreht, dass der Ball inzwischen jeden Wochentag rollt. Wie dies aussieht wisst ihr alle. Früher wurde der Europacup z.B. nur von Montag bis Mittwoch ausgetragen. Natürlich war der Modus und das Teilnehmerfeld damals mit dem Europapokal der Landesmeister, bzw. Pokalsieger und dem UEFA-Cup damals ganz anders, aber das möchten wir hier gar nicht weiter behandeln. Es sollte nur ein Beispiel sein, wohin die Reise in der Zukunft gehen wird. Klare Anzeichen haben wir zuletzt auch bei der Aufblähung der Euro gesehen. Pläne die WM ebenfalls zu erweitern wurden bereits öffentlich angesprochen, während man in Deutschland nach dem Ausscheiden aus der EM über „überspielte“ Stars debattierte. Man muss sich nicht darüber wundern, wenn man das perverse Spiel mit dem Geld bis zum Äußersten mitgeht, das Produkt Fußball ohne Rücksicht auf Verluste bis an die Schmerzgrenze ausquetscht.
weiterlesen:Bereits drei Spieltage später sollte erneut eine Partie zum ungeliebten Wochenbeginn stattfinden, sodass man sich gemeinsam auf den Weg nach Fürth machte. Im Gegensatz zu den gewohnten Fahrten am Montagabend, entschied man sich dieses Mal dazu, zu einer Mottofahrt aufzurufen. Unter dem Slogan `Ohne Urlaub wär'n wir heut nicht hier´, wurden alle Lautrer dazu aufgefordert, sich im Arbeitsoutfit auf den Weg nach Franken zu machen, um so einmal mehr seinen Unmut gegen die Terminierung unter der Woche zu zeigen. Ob Blaumann, Anzug oder Uniform spielte dabei keine Rolle, die Hauptsache war, man erweckt den Eindruck, dass man gerade von der Arbeit kommen würde! Am Ende des Tages schlossen sich viele Schlachtenbummler dem Aufruf an, sodass sich letzten Endes vom Koch, über den Bänker, hin zum Winzer so ziemlich alles im Gästeblock am Ronhof einfand. Abgerundet wurde die Aktion zum Intro mit einem zur Mottofahrt passendem Banner, samt Eckart aus den Werner-Filmen, sowie einem Spruchband mit der Aufschrift `Volles Rohr für Lautern´. Während dem Spiel wurde dann noch, wie gewohnt, allerhand Liedgut bezüglich Anstoßzeit und Fernsehsender zum Besten gegeben, sodass man auf einen rundum gelungenen Protesttag zurückblicken kann.

