FCK58 hat geschrieben: Du kannst dich gerne weiter im grauen Sumpf aalen, ohne das große Ganze zu sehen.
Alleine dieser Satz macht doch jedem ziemlich deutlich, dass mein Vergleich mit den Zeugen Jehovas gar nicht so verkehrt war.[/quote]
Ich bin Atheist. Das hilft einen klaren Kopf zu behalten
@mac:
Sorry, aber auch das ist wirklich falsch. Lass uns die Dinge mal etwas ordnen:
Der Rückkauf von Anleihen, hat null, null mit dem von dir zitierten Paragraphen zu tun, sondern ist ein ganz normaler Vorgang, wie er bei jedem Unternehmen x-Fach vorkommt. Ggf. wäre zu prüfen, ob es ein öffentliches Angebot geben muss. Wenn die BASF heute ihre eigenen Anleihen am Markt zurückkauft, wird ja auch nicht der Vorstand verklagt.
Der nächste Punkt betrifft die Rückzahlung der Anleihe. Hier klagt also ein Gläubiger, dass er dem Verein unter der Vorgabe falscher Tatsachen Geld geliehen hätte. Vorausgesetzt, der Richter wäre dieser Ansicht gefolgt (was ich für unwahrscheinlich halte), dann hätte der Gläubiger so gestellt werden müssen, als hätte er die Anleihe nie gekauft. Der FCK zählt also den Nennwert zurück und erhält im Gegenzug die Zinsen vom Gläubiger zurück. Außer den Opportunitätskosten ist ja kein Schaden entstanden.
Jetzt kommen wir zu der Frage, in wie weit sich unser Vorstand falsch verhalten hat. Und zwar sowohl der alte, als auch der neue. Denn beide Vorstände haben die Mittel ja nicht ins NLZ investiert. Zumindest nicht als Investition, was schon die erste maximale Unklarheit in den Anleihebedingungen darstellt. Zudem gibt es mit Sicherheit Legal Oppinions der begleitenden Kanzleien, die den Vorstand absichern. Ganz am Ende müsste dem Vorstand ja ein kausaler Schaden für den Verein nachgewiesen werden. Der besteht ja nicht in der Rückzahlung der Anleihe, sondern der Mittelverwendung. Hier ist die entscheidende Frage: hat die Art der Mittelverwendung, die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung deutlich erhöht oder reduziert. Sprich wäre es sinnvoller gewesen die Mittel direkt als Sachinvestition ins NLZ zu stecken anstatt zu versuchen mit allen Mitteln aufzusteigen, um die Investitionen ins NLZ auch sinnvoll tätigen zu können.
Was ich an dem ganzen Vorgang so erstaunlich finde, ist mit welcher Inbrunst versucht wird dem Verein ein Fehlverhalten nachzuweisen. Unabhängig davon welche Gremien später ggf wie in Regress genommen werden können. Das hat bei Friedrich und W. nicht funktioniert, dass hat bei Jäggi nich funktioniert und das wird auch hier nicht funktionieren. Der "Fan", der diese Klage eingereicht hat, hat einzig und alleine darauf gesetzt, dass er durch die Klage soviel öffentlichen Druck aufbauen kann, dass der Verein irgendwann zu Kompromissen bereit ist. Das Ziel hat er wohl teilweise erreicht. Traurig genug.
Und Leute wie FCK58 sind so von Rachegelüsten erfüllt, dass sie diesem Fan auch noch teilweise Recht geben, aber mir dann vorwerfen, ich könne so ein Thema nicht differenziert betrachten.