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70 Fans ließen ihre Betze-Anleihe entwerten (Der Betze brennt)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
DerRealist
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Beitrag von DerRealist »

@Tavlaret
Nun hör doch auf so draufzuhauen! :oops: :lol:
Der brave Soldat, äh Fan, Schwejk, macht das alles schon für seinen Herzensverein :)
Ist doch christlich! Bekommst du Schläge auf die eine Backe, hält man noch die andere hin.
Ironie off.
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Was wirklich Geld kostet ist der Pachtvertrag. Diese ganzen ermüdenden Klein-Klein-Diskussionen in die man sich begeben hat, helfen keinem weiter. Insbesondere lösen sie unsere Probleme nicht. Die Diskussion ob Kuntz zuviel Gehalt verdient hat, ob die Betzeanleihe zweckentfremdet wurde, ob wir unsere globale Brand nicht richtig vermarktet haben - alles in nur 1,5 Jahren zu Staub zerfallen. Die Analyse der Probleme war falsch und somit auch die Medizin. Wenn es stimmt, dass wir dieses Jahr nur rd. 12.000 Dauerkarten verkauft haben, wird das Thema Pachvertrag derartig offensichtlich, dass sich keiner mehr dieser Diskussion entziehen kann. Wer sich fragt wo die Ablöse von Polle hingeht - die wird 1 zu 1 an die Stadiongesellschaft durchgereicht - und wir jubeln noch, dass wir unseren Verpflichtungen der Stadt gegenüber wieder nachkommen! Wir haben in den letzten 5 Jahren:

Permanent einen Transferüberschuss erzielt,

Sponsoringeinnahmen generiert, die zu den obersten 10% der zweiten Liga gehören,

Im Durchschnitt die höchsten Zuschauereinnahmen generiert.

Nachdem die schwarzen Kassen und die angeblich total überbordenden Overheadkosten als Geldvernichtungsmaschine nun ausgeschlossen wurden, bleibt eines übrig:

Zwischen EUR 9-10 Mio. Pacht+ Betriebskosten für das Stadion. Im Vergleich mit anderen Zweitligisten und dem unteren Drittel der ersten Liga, spülen wir hier je nach Rechnung jedes Jahr EUR 3-4 Mio. in der Toilette der Stadiongesellschaft runter. Dagegen kann keiner an und das ist der Standortnachteil, von dem SK immer gesprochen hat. Duisburg hat seinen Pachtvertrag mit der Stadt so restrukturiert, dass man erst im 3 Jahr der Erstligazugehörigkeit die volle Pacht zahlen muss. Die Pacht im ersten Jahr zweite Liga liegt deutlich unter EUR 1 Mio. Der Pachtvertrag ist so strukturiert, das wesentlich Instandhaltungs- und Betriebskosten durch die Stadiongesellschaft und nicht durch den Verein zu tragen sind.

Die Aktion mit der Betzeanleihe ist super, sie ist allerdings nicht in eine vernünftige Gesamtrestrukturierung eingebunden. Am Ende landet auch diese Geld wieder bei den Gläubigern der Stadiongesellschaft, die unser Kapital absaugt wie ein Staubsauger. Solange dieses Thema nicht gelöst wird, können wir uns hier die Köpfe heiß diskutieren. Es wird nichts bringen. Und ich glaube auch nicht das ein Investor Geld zur Verfügung stellt, solange das Risiko besteht, dass auch seine Millionen wirkungslos in dem Rachen der Stadiongesellschaft verpuffen.
AllgäuDevil

Beitrag von AllgäuDevil »

Erstmal großen Respekt an @Rieddevil für diese Aktion.
Ich bin seit 1996 zahlendes Mitglied beim FCK und habe auch die extreme Erhöhung des Mitgliedsbeitrages zähneknirschend akzeptiert.
Ansonsten hört, wenn es ums finanzielle geht, bei mir der Spaß auf. Eine Anleihe zu kaufen, war für mich nie ein Thema. Auch ähnliche Aktionen werde ich definitiv nicht unterstützen.
Hilft mir der FCK, wenn ich finanziell in der Scheiße sitze? Oder einer der Spieler?
Irgendwo sollte man Grenzen setzen. Wenn ich lese, das es Menschen gibt, die 2 Anleihen im Wert von 3800€ kaufen :shock: , frage ich mich, welchen Beruf sie ausüben....
Aber das ist jedem seine Sache. Wer´s braucht.... :wink:
DevilDriver
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Beitrag von DevilDriver »

Auch ich habe eine Betze-Anleihe (als Schmuckurkunde) gezeichnet. Und auch mir war vom ersten Moment an klar, dass ich weder Zinsen noch den Anlagebetrag zurückfordere.

Ich habe diesen Verzicht auch im Rahmen der Fan-Petition erklärt. Allerdings werde ich meine Urkunde nicht durch irgendwelche Stempel oder Lochungen entwerten lassen. Die bleibt einfach bei mir zu Hause an der Wand hängen.

Das der Verein die Verbindlichkeit jetzt nicht aus der Bilanz buchen kann, ist halt so.
Dafür muss er 2019 bei Fälligkeit weniger zahlen als er veranschlagt hat. Das ist eine reine bilanzielle Frage.

@ Ke07111978
Ich sehe es auch so, dass der Stadionpachtvertrag
bzw. Alternativen dazu entscheident für unsere weitere finazielle Entwicklung sind. Die Frage einer Ausgliederung bzw. Investorensuche sollte daher auch im vor diesem Hintergrund diskutiert werden.
kalusto
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Beitrag von kalusto »

ich war (mit)initiator bei verzicht auf fananleihe. bin nicht überrascht,daß so wenig verzichtet haben.
mir zb. wars nicht möglich hoch zufahren den meisten wird es zuviel umstände gemacht haben,die bilder mit zu nehmen und beschädigen zu lassen.wenns keine einfachere möglichkeit giebt,verzichte ich halt am ende auf das geld. :?: :teufel2:
ps: mein vorschlag besteht immer noch.
ich würde gerne noch 1-2 bilder mit ähnlichen motiven für 100.-€ KAUFEN :teufel2:
Höllen_Cowboy_Berlin
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Beitrag von Höllen_Cowboy_Berlin »

Die Westkurve war schon immer einzigartig und legendär aber es muss mal was neues her.
Die Mannschaft sollte dabei integriert werden und vorallem den Mythos verkörpern... Warum machen wir nicht mal etwas in der Art zum neuen FCK RITUAL - "Der Tanz der Teufel" sozusagen:https://youtu.be/5chRqRr8iQs
Red_Devil
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Beitrag von Red_Devil »

Ich finde, wenn 10.000 beim Stadionfest waren und davon 70 verzichtet haben, ist das eigentlich schon eine ganz gute Menge. Natürlich vom Betrag her nicht viel, aber z. B. ich fahre ja keine 400 km um meine Anleihe entwerten zu lassen. Ich denke insgesamt werden es noch viel mehr sein, die entwerten lassen bzw. im Nachhinein einfach auf eine Einlösung verzichten.
Stimpy001
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Beitrag von Stimpy001 »

Schöner Beitrag KE07[...]78, sehr richtig was Du da sagst. Da dass, aber das einzige Problem ist, an das man am schlechtesten kommt, muss man eben versuchen es durch Quersubventionierung tragbar zu machen.

Was mich an der ganzen Diskussion hier stört, sind die ironischen bezw. dermaßen von oben herab geschriebene Beiträge.
Es muss sich keiner erklären oder entschuldigen, wenn er das geliehene Geld samt Zinsen zurückfordert.
Aber diejenigen dumm zu machen, nur weil sie die Möglichkeit nutzen dem Verein Planungssicherheit zu geben, das ist frech.

Wer so verbittert ist, dass er nur noch mit Sarkasmus um sich werfen kann, der sollte sich mal schnell ein anderes Hobby zulegen.

Für alle die rufen, sollen doch die Spieler/Vorstände etc erstmal ran. Stimmt, aber jeder muss sich folgende fragen: Bin ich lieber glücklich oder im Recht!

In der Regel geht nie beides. Ich bin lieber glücklich, also versuche ich zu helfen, sei es auch nur mit kleinen Beiträgen. Aber immer wieder auf andere zu verweisen löst kein Problem, nie!
AxelH
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Beitrag von AxelH »

-Hans- hat geschrieben:
devil49 hat geschrieben: und wurde größtenteils zweckentfremdet verpulvert, oder?
Nein.
Stefan hat kürzlich seinen Garten umbauen lassen, und damit Limbacher Gärtner unter die Arme gegriffen.

Von "Verpulvern" kann in der Tat keine Rede sein!
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Ke07111978 hat geschrieben:
Zwischen EUR 9-10 Mio. Pacht+ Betriebskosten für das Stadion. Im Vergleich mit anderen Zweitligisten und dem unteren Drittel der ersten Liga, spülen wir hier je nach Rechnung jedes Jahr EUR 3-4 Mio. in der Toilette der Stadiongesellschaft runter. Dagegen kann keiner an und das ist der Standortnachteil, von dem SK immer gesprochen hat.

Solange dieses Thema nicht gelöst wird, können wir uns hier die Köpfe heiß diskutieren. Es wird nichts bringen. Und ich glaube auch nicht das ein Investor Geld zur Verfügung stellt, solange das Risiko besteht, dass auch seine Millionen wirkungslos in dem Rachen der Stadiongesellschaft verpuffen.
Es gibt exakt 2 Lösungswege die wir hier beschreiten können:

1.: wir holen wie geplant einen Pool an kleineren Investoren der den Kader-Etat pimpt und der FCK so in die 1. Liga führt. Diese halten wir und können mit den Erlösen aus TV und Transfers das Stadion nach Jahren selbst zurück kaufen. Das macht Mainz 05 aktuell.

2.: Ein Big Player-Investor kommt und kauft einfach den ganzen Laden für sich und bringt den FCK wie RB in die Bundesliga und alle Probleme wären schon mit seinem Einstieg gelöst.

Mein Favorit war und ist immer Lösung 2, so wie es auch in England abläuft.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
Fck-Schwabe
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Beitrag von Fck-Schwabe »

Die Anschuldigungen und der Ärger, ob zurecht oder nicht spielt erstmal keine Rolle, die hier vorgebracht werden, sollten bei den Treffen vor Ort diskutiert werden. Nicht hier. Was gibt es für eine Alternative um langsam wieder zusammen zu kommen als das persönliche Gespräch zu suchen?
Wer schon aufgegeben hat dass sich nochmal was in Richtung "Zusammenhalt" bewegt und keine Lust auf Gespräche hat, braucht sich auch nicht mehr beschweren.
jürgen.rische1998
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Beitrag von jürgen.rische1998 »

Ke07111978 hat geschrieben: Die Aktion mit der Betzeanleihe ist super, sie ist allerdings nicht in eine vernünftige Gesamtrestrukturierung eingebunden. Am Ende landet auch diese Geld wieder bei den Gläubigern der Stadiongesellschaft, die unser Kapital absaugt wie ein Staubsauger. Solange dieses Thema nicht gelöst wird, können wir uns hier die Köpfe heiß diskutieren. Es wird nichts bringen. Und ich glaube auch nicht das ein Investor Geld zur Verfügung stellt, solange das Risiko besteht, dass auch seine Millionen wirkungslos in dem Rachen der Stadiongesellschaft verpuffen.
Unter dem Hintergrund stellt sich auch die Frage ob wir Koch wirklich verkaufen sollten, wenn das dann auch Geld ist was sich eh wieder in Luft auflöst. Dann behalten wir ihn lieber und schwächen uns sportlich nicht.
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WernerL
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Beitrag von WernerL »

Das Geld löst sich ja nur in Luft auf, bzw. wird sprichtwörtl. die Toilette hinunter gespült weil der FCK es für Dinge ausgeben muss die nicht dem Kader, also der eigentlichen Leistungserbringung zu Gute kommt.
Der FCK MUSS es trotzdem ausgeben, wir haben da garkeine andere Wahl. Andere Clubs müssen das nicht und stehen deshalb alle besser da.

Wenn die wirtschaftlichen Bedingungen nicht gut sind, müssten wir aktuell auch einen Koch verkaufen um die Finanzlöcher zu stopfen.

Insgesamt nennt man das, was Klatt auch auf der JHV angesprochen hat, das sog. Strukturproblem.
Der FCK ist zu Handlungen gezwungen die einer Verbesserung der Leistung auf dem Platz entgegen stehen weil das Geld immer noch für die Misswirtschaft 2000-2003 drauf geht in Form der Pacht.
Davor war der FCK einer der reichsten Vereine der Liga, jetzt sind wir einer der ärmsten!

Übrigens wären die Sünden von Kuntz, wie auch immer man diese nennen mag auch kein Thema, hätte der FCK das Stadion nicht belastend an der Backe.
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Beitrag von HintenLinks »

Es geht um den FCK, ganz klar.
Kuntz hatte damit vor das Nachwuchleistungszentrum aus zu bauen und hat sich damit verkalkuliert. Verkalkuliert weil die damaligen FCK Profis immer wieder kurz vor Ende einer Saison oder durch eine maue Punkteausbeute den Aufstieg verkackt hatten.
Kuntz nahm die Kohle der Anleihe und versuchte damit einen Kader zu schmieden der den Aufstieg schafft. Leider haben es die Spieler verkackt.
Mo Idrisou sagte damals nach dem Aue Spiel das richtige, alle Weicheier!

Jetzt ist das Geld weg, es gehören immer zwei dazu, in diesem Fall der ein oder andere Profi der seine Leistung damals nicht abrief.

Es ist jedem selbst überlassen ob er auf die Kohlen verzichtet.
Wenn es 2019 nicht reicht zur Rückzahlung ist der Verein eben kaputt. Dann ist es eben so. Egal ist es mir nicht, aber ändern können es nur die "Fans" die eine Anleihe besitzen, aber bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf und bei einigen wohl auch das Herzblut.

In diesem Sinne !
Wir wollen die ersten 4 Rückrundenspiele gewinnen (Torsten Lieberknecht). Ist genauso Aussichtslos wie das die SPD die absolute Mehrheit erreicht.
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Beitrag von Hessischer Aussenposten »

Ke07111978 hat geschrieben: ... Zwischen EUR 9-10 Mio. Pacht+ Betriebskosten für das Stadion. Im Vergleich mit anderen Zweitligisten und dem unteren Drittel der ersten Liga, spülen wir hier je nach Rechnung jedes Jahr EUR 3-4 Mio. in der Toilette der Stadiongesellschaft runter. Dagegen kann keiner an und das ist der Standortnachteil, von dem SK immer gesprochen hat. ...
Die Aktion mit der Betzeanleihe ist super, sie ist allerdings nicht in eine vernünftige Gesamtrestrukturierung eingebunden. Am Ende landet auch diese Geld wieder bei den Gläubigern der Stadiongesellschaft, die unser Kapital absaugt wie ein Staubsauger. Solange dieses Thema nicht gelöst wird, können wir uns hier die Köpfe heiß diskutieren. Es wird nichts bringen. Und ich glaube auch nicht das ein Investor Geld zur Verfügung stellt, solange das Risiko besteht, dass auch seine Millionen wirkungslos in dem Rachen der Stadiongesellschaft verpuffen.
Sehe ich ganz genauso. Leider wird in dieses Thema erst Bewegung kommen, wenn der FCK finanziell richtig an der Wand steht und absehbar ist, dass man jetzt um eine (Teil-)Abschreibung der Forderungen aus den Finanzierungsverträgen gegenüber der Stadiongesellschaft nicht mehr umhin kommt.

Erst dann sind strukturelle Veränderungen möglich, die den Verein finanziell und nachgelagert auch sportlich nachhaltig wieder nach vorne bringen.

Bis dahin bleibt das alles nur Stückwerk.
Gruß vom HAP
"... Von dem Angebot (von Preston North End) hätte ich damals halb Vogelbach kaufen können. ... Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (FCK-Legende Horst Eckel)
FCK333
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Beitrag von FCK333 »

10.000 Euronen? Verdammt viel Kohle!
Leider geht die wohl eher nicht in den Fröhnerhof, sondern beim nächsten Zündeln ganz in Schwarz gekleideter vermummter Pyromanen direkt weiter an den DFB.
:teufel2: "Der Betze bebt wieder: Siegtor in der Nachspielzeit!" Und das war sie, die Bundesliga-Schlusskonferenz, und damit zurück ins Funkhaus! :teufel2:
hessenFCK
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Beitrag von hessenFCK »

FCK333 hat geschrieben:10.000 Euronen? Verdammt viel Kohle!
Leider geht die wohl eher nicht in den Fröhnerhof, sondern beim nächsten Zündeln ganz in Schwarz gekleideter vermummter Pyromanen direkt weiter an den DFB.
Das wird nicht reichen - dann muss die Pyro-Anleihe her! Hier bin ich bei dir, sie werden es nicht begreifen!
deLang
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Beitrag von deLang »

Ke07111978 hat geschrieben:Was wirklich Geld kostet ist der Pachtvertrag. Diese ganzen ermüdenden Klein-Klein-Diskussionen in die man sich begeben hat, helfen keinem weiter. Insbesondere lösen sie unsere Probleme nicht. Die Diskussion ob Kuntz zuviel Gehalt verdient hat, ob die Betzeanleihe zweckentfremdet wurde, ob wir unsere globale Brand nicht richtig vermarktet haben - alles in nur 1,5 Jahren zu Staub zerfallen. Die Analyse der Probleme war falsch und somit auch die Medizin. Wenn es stimmt, dass wir dieses Jahr nur rd. 12.000 Dauerkarten verkauft haben, wird das Thema Pachvertrag derartig offensichtlich, dass sich keiner mehr dieser Diskussion entziehen kann. Wer sich fragt wo die Ablöse von Polle hingeht - die wird 1 zu 1 an die Stadiongesellschaft durchgereicht - und wir jubeln noch, dass wir unseren Verpflichtungen der Stadt gegenüber wieder nachkommen! Wir haben in den letzten 5 Jahren:

Permanent einen Transferüberschuss erzielt,

Sponsoringeinnahmen generiert, die zu den obersten 10% der zweiten Liga gehören,

Im Durchschnitt die höchsten Zuschauereinnahmen generiert.

Nachdem die schwarzen Kassen und die angeblich total überbordenden Overheadkosten als Geldvernichtungsmaschine nun ausgeschlossen wurden, bleibt eines übrig:

Zwischen EUR 9-10 Mio. Pacht+ Betriebskosten für das Stadion. Im Vergleich mit anderen Zweitligisten und dem unteren Drittel der ersten Liga, spülen wir hier je nach Rechnung jedes Jahr EUR 3-4 Mio. in der Toilette der Stadiongesellschaft runter. Dagegen kann keiner an und das ist der Standortnachteil, von dem SK immer gesprochen hat. Duisburg hat seinen Pachtvertrag mit der Stadt so restrukturiert, dass man erst im 3 Jahr der Erstligazugehörigkeit die volle Pacht zahlen muss. Die Pacht im ersten Jahr zweite Liga liegt deutlich unter EUR 1 Mio. Der Pachtvertrag ist so strukturiert, das wesentlich Instandhaltungs- und Betriebskosten durch die Stadiongesellschaft und nicht durch den Verein zu tragen sind.

Die Aktion mit der Betzeanleihe ist super, sie ist allerdings nicht in eine vernünftige Gesamtrestrukturierung eingebunden. Am Ende landet auch diese Geld wieder bei den Gläubigern der Stadiongesellschaft, die unser Kapital absaugt wie ein Staubsauger. Solange dieses Thema nicht gelöst wird, können wir uns hier die Köpfe heiß diskutieren. Es wird nichts bringen. Und ich glaube auch nicht das ein Investor Geld zur Verfügung stellt, solange das Risiko besteht, dass auch seine Millionen wirkungslos in dem Rachen der Stadiongesellschaft verpuffen.
Endlich mal jemand, der das Problem exakt auf den Punkt bringt. Ich bin zu 100% Deiner Meinung. Die hohe Stadionmiete ist das Hauptproblem des FCK - hier ist der Vorstand ganz klar in der Pflicht, um für finanzielle Entlastung zu sorgen und hat in diesem Punkt bisher versagt ! Das mit Duisburg ist wirklich ein gutes Beispiel. :daumen:
Yogi
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Beitrag von Yogi »

Betzenberger76 hat geschrieben:
Yogi hat geschrieben:@ Westpfalz
nur mal so nebenbei...

die 10.000 € werden eine mögliche Insolvenz >(hoffen wir es nicht) bestimmt nicht abwenden, auch keine 100.000 behaupte ich mal.
Und wer sich die Anleihe gekauft hat , da denke ich vor allem an die Leute die richtig Geld investiert haben , mussten sich über das Hohe Risiko eigentlich bewusst sein.
Auf der Bank gab es zu diesem Zeitpunkt nämlich mal gerade 1,5 % an Zinsen wenn man Glück hatte.
Schon deswegen war mir die Anleihe ziemlich suspekt.

du hast Recht, dass die 10.000 den Verein nicht retten werden...

Aber jetzt mal ein anderer Blickwinkel: Manche hier belächeln andere hier dafür, dass sie ihre Anleihen entwerten lassen und so ihr "hart verdientes Geld" dem Verein schenken. Im Gegensatz dazu kann man die Rechnung auch anders herum aufziehen und zwar mit den Fans, die dem FCK mit Pyrotechnik, Randale etc. diese 10.000+ wieder aus der Tasche ziehen :o

BB76 :teufel2:
das eine hat zwar mit dem anderen nichts zu tun...
also ,so gegen Rechnen geht nicht.
Aber die Pyromanen die den FCK mehr als 10.000 € jedes Jahr kosten sind nun wahrlich KEINE FANS sondern Idioten
HANSLIK/Man of the important Goals
wozuauchimmer
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Beitrag von wozuauchimmer »

AxelH hat geschrieben: und wurde größtenteils zweckentfremdet verpulvert, oder?
Stefan hat kürzlich seinen Garten umbauen lassen, und damit Limbacher Gärtner unter die Arme gegriffen.
Von "Verpulvern" kann in der Tat keine Rede sein!
So tun der FCK und die Anleihezeichner über Umwege viel Gutes, wovon sie bisher noch nichts ahnten. Jetzt versteht hoffentlich auch der Letzte, warum die gut bezahlten Angestellten des FCK, vor allem im Vorstandsbereich, jeden hassen, der wie Briegel etwas ehrenamtlich machen will. So jemand beraubt sie der Möglichkeit, mit dem Geld der Anhänger Gutes zu tun.
wozuauchimmer
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Beitrag von wozuauchimmer »

ad Ke07111978

Mit Duisburg o.a. ist der Vorgang in KL in keiner Hinsicht zu vergleichen. Deine Meinung ignoriert weitgehend die Ursachen für die "Pacht an die Stadiongesellschaft der Stadt".

Der FCK haftet für Veruntreuungen und Versagen seines Führungspersonals in der Vergangenheit und auch heute - und nicht die Bürger der Stadt Kaiserslautern oder die Zuschauer, nicht einmal die Mitglieder des Vereins, obwohl die eine erhebliche Mitschuld trifft.

Der FCK war vor Gründung der Stadiongesellschaft bereits konkurs: Guthaben des Vereins, Zuschüsse von Stadt und Land und Kredite waren "verausgabt". Nicht nur zur Rettung der WM in Rheinland-Pfalz, sondern auch des FCK, wurde die Stadt als Schuldner an die Stelle des FCK gesetzt. Damit wurden die Bürger von KL zu haftenden Schuldnern. Mit Fug und Recht hat der FCK die von ihm verursachten Schulder in voller Höhe zu bedienen.

Richtig und vernünftig wäre damals bereits die Insolvenz des FCK gewesen. Dann stünde der Verein wahrscheinlich bereits jetzt wieder sportlich wesentlich besser da. Stattdessen hat er durch seine Konkursverschleppung, nichts anderes ist das jammervolle Dahinsiechen des FCK, noch weiteren Absahnern die Möglichkeit verschafft, das Defizit zu vergrößern; denn jedem, der nur etwas von Finanz- und Betriebswirtschaft versteht, ist klar, dass der FCK in Insolvenz endet, wenn nicht ein sportliches Wunder geschieht.
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

wozuauchimmer hat geschrieben: Mit Duisburg o.a. ist der Vorgang in KL in keiner Hinsicht zu vergleichen.
Der Vorgang ist exakt vergleichbar, mit dem Unterschied, das man sich in Duisburg zu einem Schuldenschnitt entschieden hat, um zu einer tragbaren Miete für den einzigen potentiellen Mieter zu kommen. Man hat vorausschauend gehandelt.
wozuauchimmer hat geschrieben: Deine Meinung ignoriert weitgehend die Ursachen für die "Pacht an die Stadiongesellschaft der Stadt". Der FCK haftet für Veruntreuungen und Versagen seines Führungspersonals in der Vergangenheit und auch heute - und nicht die Bürger der Stadt Kaiserslautern oder die Zuschauer, nicht einmal die Mitglieder des Vereins, obwohl die eine erhebliche Mitschuld trifft. Der FCK war vor Gründung der Stadiongesellschaft bereits konkurs: Guthaben des Vereins, Zuschüsse von Stadt und Land und Kredite waren "verausgabt". Nicht nur zur Rettung der WM in Rheinland-Pfalz, sondern auch des FCK, wurde die Stadt als Schuldner an die Stelle des FCK gesetzt. Damit wurden die Bürger von KL zu haftenden Schuldnern. Mit Fug und Recht hat der FCK die von ihm verursachten Schulder in voller Höhe zu bedienen.
Du denkst in moralischen Kategorien? Moralische korrekt wäre es gewesen, wenn der Verein ein Höchstbetragbürgschaft für den Bau des Stadions abgibt und nicht das Land RLP. Moralisch korrekt wäre es gewesen, wenn die Stadtoberen den Bürgern damals gesagt hätten was Sache ist und nicht versuchen ein Konstrukt zu schaffen, dass keine Probleme löst sondern diese nur verschiebt. Und vor allem:

Die Stadt hat einen Mieter, der derartig viel mehr als die nennen wir es "ortsübliche" Miete zahlt, dass es jedem klar sein musste, das es irgendwann zu einem Mietausfall kommt. Da das so offensichtlich war, wollten die Gläubiger ja auch eine Bürgschaft der Stadt und des Landes. Sie haben gar nicht auf die Bonität des ach so gut sanierten FCK abgestellt.

Mit einem hast Du allerdings Recht: Eine Insolvenz - oder anders formuliert: Eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Sanierung wäre bereits 2003 notwendig gewesen - das hat allerdings unser Obersanierter aus der Schweiz nicht hinbekommen. Hätte man nämlich bereits damals einen Pachtvertrag geschlossen, mit einer vernünftigen Pacht und einer vernünftigen Kostenteilung, dann hätte der FCK in den letzten 15 Jahren in Summe EUR 40 Mio. weniger Pacht und Betriebskosten gezahlt, diese wären über einen stärkeren Verein in Liga 1 tatsächlich der Region und der Pfalz zugutegekommen und nicht irgendwelchen Gläubigen, die einfach nur Kohle abziehen - denn die ganzen Schulden sind ja nach wie vor da. Und was glaubst Du wer dafür gerade steht? Genau, die Bürger und die Stadt - die wurden bei diesem Deal nämlich genauso verarscht wie der FCK.
Tavlaret
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Beitrag von Tavlaret »

Yogi hat geschrieben:
Aber die Pyromanen die den FCK mehr als 10.000 € jedes Jahr kosten sind nun wahrlich KEINE FANS sondern Idioten
[/quote]



Ich nenne sie gerne "Pyridioten". :D
Wer kämpft kann verlieren ... wer nicht kämpft hat beim FCK nichts verloren.
FCK58
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Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von FCK58 »

Wie die Öffentlichkeit reagieren wird? Das ist doch eigentlich egal. Es gäbe wieder die übliche Schlammschlacht in Mainz, was aber auch (fast) egal wäre. Der Dicke aus der Südpfalz ist ja mittlerweile auch weg, vom Fenster. Den juckt sein Mist von gestern schon lange nicht mehr. Wenn ihn der überhaupt jemals gejuckt haben sollte.
Das Problem wird aber wohl sein, dass die Bürgschaft erst greift, wenn der FCK Insolvent ist. Von der Warte her gesehen habe ich schon vor ein paar Jahren auf eine geregelte Insolvenz gehofft. Ohne den Klotz der Stadionkosten am Bein und mit einem tragbaren Miet- oder Pachtvertrag währen wir mittlerweile sicher auch schon wieder in Liga 2 und zwar mit deutlich besseren Perspektiven als heute.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
hessenFCK
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Beitrag von hessenFCK »

FW 1920 hat geschrieben:Ke......
Das von Dir immer wieder angesprochene Problem muss wirklich bald gelöst werden, denn sonst ist es zu spät. Ich denke, der FCK lebt von der Hand in den Mund, das geht nicht mehr lange gut!!!
Eine Lösung wäre ein Großinvestor, aber die stehen beim FCK nicht Schlange, sonst wären sie schon lange da. Und auch bei Investoren ist Vorsicht und gutes, vernünftiges Handeln wichtig, 1860 lässt grüßen.
Der Großinvestor, wie auch immer, kann die Lösung sein - muß eigentlich die Lösung sein. Sonst kommt dieser Verein wohl nicht mehr auf die Füße. Es werden ständig die kleinen Dinge gelobt und in den Fordergrund gestellt, die ein wenig Euronen bringen, den Tropfen auf den heißen Stein. Das wird uns nicht weiter bringen, so lobenswert das ganze auch ist.
Kann mir durchaus auch vorstellen, dass es schon Gespräche mit Investoren gegeben hat und auch noch gibt. Mal ehrlich, würdest du investieren, in einen Verein, dessen Mitglieder alles und jenes bewahren wollen, was nicht mehr zu bewahren ist? Beim VfB ging das ratzfatz - bei uns müssen die Verantwortlichen auf jedes Mitglied Rücksicht nehmen, um ja nicht gleich wieder geteert und gefedert zu werden! Wer glaubt die Uhr zurück drehen zu können, der irrt!
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