Ich will das mal aufgreifen und gleich dazu sagen, dass ich hier nicht in Kathegorien wie "richtig" oder "falsch" argumentieren möchte.FCK58 hat geschrieben:Wer sagt dir denn, dass "unsere Denke" falsch und deine richtig ist?
Zu deiner These 58er, dass man seine Anliegen doch in etablierten Parteien einbringen sollte muss ich sagen, dass das oft gar nicht sooo einfach ist. Für neue Themen sind dort viele einfach nicht offen. Da müsste man sich ja mit beschäftigen und das kostet Zeit, die man meist nicht hat, da der Alltag viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt.
Erst wenn ein Thema von anderen Gruppen (vgl. die Bürgerinitiativen der 80er) gesetzt wird und Wellen macht, wird das wahr- und ernst genommen (s. zB. Digitalisierung und Piratenpartei vor 10 Jahren).
Und 2. wird das Thema Grundeinkommen (andere nennen es Bürgergeld) selbst von so konservativen Interessensvertretungen wie der Konrad-Adenauer-Stiftung beleuchtet. Denn es ist am Ende nicht anders wie bei uns der Begriff "Ausgliederung" - es kommt darauf an, wie man so etwas ausgestaltet.
Denn es sollte klar sein, dass ein Grundeinkommen, wenn man es mal nüchtern betrachtet, eher eine neoliberale Idee des "schlanken Staats" ist (man könnte einen Grroßteil der heutigen Verteilungsbürokratie abbauen) als eine "linke" (die ja eher für den staken Staat steht).
Wer sich mit 500 bis 1000 Euro im Monat um alles - also von Miete bis Rente, selbst kümmern muss - ohne Kindergeld, ohne Arbeitgeberanteil für Krankenkasse, ohne Wohngeld und ohne ALG, der wird das nicht als "kommunistischen Scheißdreck" sondern eher als neoliberalen Scheißdreck bezeichnen. Die vollkommene Privatisierung der Absicherung.
Für mich gibt es da momentan kein "richtig" oder "falsch", weil wir noch überhaupt nicht wissen, worüber wir reden.
