Ke07111978 hat geschrieben:
Fakt ist, das wir in einem Jahr 3 Mio. mehr Schulden gemacht haben und Fans und Mitglieder am Anfang der Saison hinsichtlich der konservativen Planung höflich formuliert getäuscht wurden. Diese 3 Mio Miese kombiniert mit dem schlechtesten Verhältnis aus Etat und sportlicher Platzierung seit 10 Jahren, gehen allein auf die neuen Verantwortlichen. Das hat null, null mit den alten Verantwortungsträgern zu tun und auch Du und Rheinteufel, die hier als letztes immer wieder die selbe Platte auflegen, sollten das langsam einsehen.
In den heutigen Zeiten sollte man mit dem Wort "Fakten" vorsichtig sein.
Richtig ist, dass Anfang der Saison die Liquidität mit einem "Konsumkredit" gestützt werden musste.
Die gesicherte Liquidität ist übrigens das Hauptkriterium der DFL für die Lizenzerteilung.
Eine Liquidität, die schon mit der Vorfinanzierung des Verkauf von Zimmer an Stuttgart vor Saisonende gerade so über die Klippe gerettet werden konnte.
Erinner dich bitte, diese Saison war noch vom Finanzgenie Grünewalt geplant und bis März als Vorstand verantwortet. Dieser Herr Grünewalt hatte alles zusammengekratzt, um einen Gewinn in der Zwischenbilanz Dezember auszuweisen, um die Prämie für die Lizenz ohne Auflagen zu erreichen, da war leider nachher nix mehr übrig und der Boden der Kasse für Klatt sichtbar.
Der Kredit war/ist ebenfalls nur eine "Vorfinanzierung" und diente dazu die Einnahmen durch den glücklichen Bödi-Transfer kurzfristig zur Verfügung zu stellen, das war wohl notwendig, da schon in den Planungen (auch noch aus der Ära Kuntz/Grünewalt) schon eine Deckungslücke im Sportetat von 1 Million sich auftat.
Du hast recht, wenn du Riesenkampff hier nicht aus der Verantwortung lässt, denn er hatte als Mitglied und dann Vorsitzender des Aufsichtsrats nicht nur zu den Luftbuchungen genickt, sondern das Duo Fritz & Stefan bei ihrem Ausscheiden noch ausdrücklich gelobt.
Vorwürfe kann man den beiden neuen Vorständen machen, weil sie das teure Geld, das sie sich vom Stuttgarter Fussballfinanzier so schnell besorgt hatten, auf anraten ihres Sportdirektors sehr konservativ und leider nicht effektiv anlegten. Bis auf Everton waren die sogenannten Schlüsselspieler mehr oder wenig Underperformer. Hier rächt es sich dass die Stelle des Sportvorstandes nicht besetzt wurde. Das Riesenkampff diese Lücke schließen wollte, macht das dilettantische Vorgehen, das wohl nur dazu führte, das Abel endgültig bei vielen verbrannt ist, nicht besser.
Auch wenn es hier wenige hören wollen, die beiden Vorstände sind fussballerische Leichtgewichte und kennen auch den FCK nicht wirklich. Klatt kann ich hier noch am wenigsten einen Vorwurf machen, er hat ein schweres Erbe übernommen, aber der Verein ist kein Baumarkt und Fussball nicht das Betongeschäft. Für mich ist der Fehler eher einer beim Aufsichtsrat, der einfach an der Idee des "Vertriebs" Mannes, der Kuntz ergänzen sollte, festhielt. und dazu noch Marketing mit Vertrieb verwechselte.
Das sportliche Debakel war abzusehen, da hilft das Gesundbeten vieler leider nix. Taifun Korkut zeigt in LEV, dass er eine Luftpumpe ist und Meier kann sich offenbar auch nicht aus seinen eingefahrenen Wegen befreien und die Mannschaft neu aufstellen.
Damit sollten sich die Führungskader in Verein und Mannschaft beschäftigen, denn der Fussball ist Basis des Geschäftsmodells FCK, nicht Würstchen und Bandenwerbung, da ändert auch ein guter Onkel Investor nichts dran.