
Pleite in Berlin: FCK verliert 1:3
Der 1. FC Kaiserslautern hat sein Auswärtsspiel bei Union Berlin mit 1:3 verloren. Das einzige Lautrer Tor erzielte Marcel Gaus.
Union begann schwungvoll und ging nach 14 Minuten durch Damir Kreilach in Führung. Der 1. FC Kaiserslautern blieb bemüht, konnte sich aber keine zwingende Ausgleichschance erspielen.
Nach dem Seitenwechsel war es schließlich Marcel Gaus, der mit einer Einzelaktion und einem satten Schuss von der Strafraumkante das 1:1 erzielte (68.). Danach hatten die Pfälzer Glück: Unions neuerliches Führungstor fand wegen vermeindlichem Abseits keine Anerkunnung, danach hätte es zweimal Strafstoß für die Hausherren geben können. Das 2:1 fiel dann fünf Minuten vor dem Ende durch Sebastian Polter (85.). Zwei Minuten später markierte Philipp Hosiner den 3:1-Endstand (87.).
Weil der FC St. Pauli im Parallelspiel gegen Würzburg 1:0 gewann, fielen die Roten Teufel damit auf den 15. Rang zurück, punktgleich mit Aue, das auf dem Relegationsplatz steht. Am kommenden Freitag wartet mit dem Heimspiel gegen 1860 München das erste von vier aufeinanderfolgenden Duellen mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung: 16.04.2017

Gaus: "Haben uns deutlich mehr versprochen"
Fünf Minuten haben am Ende gefehlt: Mit 1:3 musste sich der FCK Union Berlin geschlagen geben. Marcel Gaus zeigte sich enttäuscht und haderte mit der Schlussphase.
Es lief die 68. Spielminute, als sich Marcel Gaus ein Herz fasste, beim Stand von 0:1 aus Sicht des FCK von links nach innen zog und an der Strafraumkante einfach abzog. Sein wuchtiger, aber unplatzierter Schuss holperte und wurde auch leicht abgefälscht, doch der Ball schlug im Tor zum 1:1 ein. "Wir wollten punkten", sagte der 27-Jährige am Mikrofon von "Sky" nach dem Schlusspfiff.
Doch aus diesem Vorhaben wurde - trotz Gaus' Willensleistung - nichts: Denn die Führung der Gäste hatte nur bis zur 85. Minute Bestand, dann erzielte Sebastian Polter das 1:2 für die Hauptstädter per Kopf. Sein Gegenspieler Tim Heubach konnte Unions Angreifer nicht entscheidend hindern, auch weil dieser ihn etwas geschoben hatte. "Er schubst da gegen mich, ich wollte gerade in die Luft steigen", beschrieb Heubach die Schlüsselszene. "Da hat man keine Chance."
Aus Sicht des Innenverteidigers war das Gegentor also irregulär. Weil aber schon zuvor drei strittige Szenen nicht zugunsten der Gastgeber entschieden wurden, habe sich der Schiedsrichter womöglich ein viertes Mal nicht getraut abzupfeifen, so Heubach.
"Wir haben uns deutlich mehr versprochen", fasste Gaus die bittere 1:3-Niederlage zusammen, durch die der FCK keinen Schritt im Abstiegskampf nach vorne macht, eher noch tiefer im Tabellenkeller feststeckt. "Die Situation bleibt die gleiche wie schon die ganze Saison", war Norbert Meier darum bemüht, die Lage nicht zu dramtisieren.
Trotzdem: Hätten die Roten Teufel am Ende das 1:1 über die Zeit gebracht, wäre es ein wichtiger Punkt vor den vier Duellen mit direkten Konkurrenten gewesen. Die Schuld für die zwei Gegentore in der Schlussphase suchte Gaus deshalb bei seiner Mannschaft: "Wenn es kurz vor Schluss 1:1 steht, muss man es eigentlich über die Zeit bringen."
Quelle: Der Betze brennt


