jürgen.rische1998 hat geschrieben:Thomas hat geschrieben:Deutschland ausgeschieden: 20:22 im Achtelfinale gegen Katar
Das gibt's doch nicht!

Bin ich unsportlich oder ein Verschwörungstheoretiker, wenn ich diese Fehlentscheidung zugunsten der katarischen Millionentruppe kurz vor Spielende für unnormal halte? .
Defintiv nicht. War ja schon 2015 so. Da braucht mir niemand zu erzählen, dass es da mit sauberen Dingen zugeht. Und wieso sollte es im Handball bei solchen Turnieren weniger korrupt als im Fußball zugehen.
Die Pleite gegen Katar war ärgerlich. Sehr schade. Auch weil die Euphorie groß war, auch ohne Liveübertragung bei den Öffentlich Rechtlichen.
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WM-Aus gegen Katar: Über 1 Million Zuschauer
Mit den Abrufzahlen sei man „sehr zufrieden“, teilte die DKB gegenüber „Sport1.de“ nach den ersten vier Gruppenspielen mit: 600.000 Zuschauer in der Spitze sahen den WM-Auftakt gegen Ungarn (27:23). Gegen Chile (35:14) waren 486.000, gegen Saudi-Arabien (38:24) 529.000 und gegen Weißrussland (31:25) 610.000 Zuschauer live dabei. Gegen Kroatien (28:21) waren es sogar 748.000 Zuschauer.Allerdings war im Achtelfinale gegen Katar (20:21) bereits Schluss – vor 1,034 Millionen Zuschauern, wie der Deutsche Handball-Bund mitteilte.
Ich möchte Dir, lieber jürgen.rische1998 und Thomas, nicht Widersprechen, aber auch nicht Fürsprechen. Betrachtet man nur die 1.HZ, so erkennt man doch einige spielerische und taktische Defizite die auf diesem hohen Niveau einfach nicht passieren dürfen, weil sie gnadenlos bestraft werden (siehe 2.HZ.).
Das beginnt schon bei der ersten Zweiminutenstrafe für Wiencezk . Ich hätte sie auch gegeben. Aber zum einen hat man die 6:0-Abwehr überraschend offensiv aufgelöst, zum anderen wäre nur einer der beiden nächsten Mitspieler nur einen Schritt auf Wiencek dazu gestoßen, so wären die Schiedsrichter erst gar nicht in das Dilemma gekommen bestrafen zu müssen.
Was war noch schlecht?
Die Spiele an den Kreis kamen auch überhaupt nicht an. Wurden von den Abwehrspielern gut antizipiert, aber auch unvorbereitet gespielt.
Aus den klaren Torchancen von 6 Metern muss man Kapital schlagen! Ohne Körperkontakt bekommt man keinen Freiwurf zugesprochen (nach einem Fehlwurf), so dass direkt der Tempogegenstoß eingeleitet wird. Bricht auch die Moral der Mannschaft, da statt dem klaren Treffer nun ein Gegentor steht.
Hinzu kommen einfache Fehlpässe bzw. technische Fehler, die man bei den Topmannschaften nicht sieht. Womöglich haben in den entscheidenden Phasen Spieler wie Strobel oder Weinhold gefehlt, die mit ihrer Erfahrung dem jungen Team spielerischen Halt hätten geben können. Zur Halbzeit hätte man deutlich höher und nicht mehr einholbar führen müssen! So kam es zum deprimierenden Scheitern.
Mit Deutschland und Dänemark sind zwei Gruppensieger und Favoriten bereits im Achtelfinale gescheitert. Am Ende der Gruppenphase hatte ich noch den Eindruck, dass man das Niveau für das Halbfinale hätte. Speziell nach dem Spiel gegen Kroatien (28:21). Allerdings hat Katar gut dagegen gehalten und mit dem Spanier Valero Rivera López einen hervorragenden Trainer, der wohl mittlerweile, im Gegensatz zur WM in Katar, auch mehr einheimische Spieler auf die Platte stellt. Wenn dieser Trend anhält, dann gewinnt der Handballsport!
Zurück bleibt nun ein wehmütiger Blick auf das Finale, welches von den Franzosen gegen den Underdog aus Norwegen dominiert wurde. Anfangs glänzten die Norweger noch mit einer hervorragenden Chancenverwertung, klasse Abwehrleistung und einem schnellem Tempohandball. In der 2.HZ setzte sich das Topteam aus Frankreich klar mit 33:26 (18:17) durch. Wohl der letzte große Titel von Nikola Karabatić (32 Jahre), Daniel Narcisse(37 Jahre) und Thierry Omeyer (40 Jahre).
Herzlichen Glückwunsch Frankreich!