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Vorstandsvorsitzender Thomas Gries bei der Sitzung der Fanregion Lautre
Die Fanregion Lautre, in der mehr als 30 der über 400 FCK-Fanclubs beheimatet sind, hatte am gestrigen Abend zu einer turnusmäßigen Sitzung eingeladen. Vorher angekündigt und mit dabei, Vorstandsvorsitzender Thomas Gries, der den anwesenden Fanclub-Vertretern Rede und Antwort zur aktuellen Situation beim FCK gab. Vor allem die schwierige wirtschaftliche Situation und die aktuelle sportliche Bestandsaufnahme standen dabei einmal mehr im Fokus der engagierten und treuen Wegbegleiter der Roten Teufel. Aber auch ganz alltägliche Themen wie das Merchandising, aktive Faninitiativen oder die Qualität des Angebotes an Speisen und Getränken im Fritz-Walter-Stadion. (...)
"Natürlich bewegte die Fans auch das Damoklesschwert eines möglichen sportlichen Totalabsturzes in die dritte Liga. Hier dürfe man sich nicht der Illusion hingeben, der Verein könne dort den sofortigen Wiederaufstieg anstreben und dabei gleichzeitig mit dem heutigen Gesicht und den heutigen Strukturen weitermachen."
Mit anderen Worten: Bei Abstieg droht die Insolvenz oder eine Existenz als graue Maus in unteren Ligen. Angesichts dessen sollte man vielleicht doch nochmal drüber Nachdenken, wie lange man mit viel Geduld dem Wirken von Korkut und Stöver noch zuschauen möchte. Allerdings steht da auch:
"Gries sprach dabei erneut sowohl dem Sportdirektor Uwe Stöver als auch Trainer Tayfun Korkut das Vertrauen aus. Er räumte aber gleichzeitig ein, dass seine bescheidene fachliche Sicht auf diesen Bereich nicht alleine maßgebend sein könne."
Es ist ja honorig, dass unser Boss zugibt, vom Fußball keine Ahnung zu haben und daher Stövers und Korkuts Wirken nicht wirklich beurteilen zu können. Nur: Wer tut es dann an seiner Stelle? Riesenkampff? Klatt? Doch wohl hoffentlich auch nicht Abel?! Ich sehe weder im Aufsichtsrat noch im Umfeld Jemandem, der diese Beurteilung kompetent vornehmen und die notwendigen Schritte anstoßen könnte, wenn sich herausstellen sollte, dass das Bauchgefühl des Herrn Gries in Bezug auf die sportliche Leitung eben doch getrogen hat und die beiden ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Dafür gibt es nämlich klare Anhaltspunkte, ein Blick auf die Tabelle genügt, aber wer sollte hier die Autorität mit sportlicher Kompetenz sein, die die Reissleine zieht?
Momentan stolpern wir unter einem Vorstandschef, der vom Kerngeschäft keine Ahnung hat, der dritten Liga entgegen. Das ist keine Polemik, das ist Fakt. Und was im Falle eines Abstiegs los ist, hat Gries ja klar gesagt: Kahlschlag und Vernichtung all dessen, was der FCK mal war.
Eigentlich müssten angesichts dieser Aussagen alle Alarmsirenen schrillen, aber es ist ja nicht mehr Kuntz, der da da handelt, deshalb ist man schön kusch. Die Rechnung kommt am Saisonende.
Es ist schon erschreckend und gleichzeitig besorgniserregent, wenn eine Vorstand derartige aussagen trifft. Es kann doch nicht angehen, daß eine Vereinsführung sehenden Auges dem Abgrund entgegen taumelt. Hat man denn immer noch nicht gerafft wie die Stimmung an der Basis aussieht ( siehe Stimmungsbarometer ). Der FCK ist mittlerweile vielen Fans dermaßen egel geworden, so daß man schon Mitleid empfindet.Da ist die hhöchste Alarmstufe. Wenn man jetzt nicht gegensteuert, dann war`s das. So viel Gleichgültigkeit bei den Anhängern eines Vereins habe ich in Jahrzehnten noch nicht erlebt.
D.h. nicht in hektische Betriebssamkeit verfallen. Aber zumindest einen Plan "B" zu aktivieren.
Sprich dem trainer ein Ultimatum setzen. Sollten die nächsten 2 Spiele nicht erfolgreich gestaltet werden, dann meinetwegen der jugendtrainer Bugera als Interimstrainer fungieren oder Gunther Metz.
Soll heißen die Fans müssen merken es wird agiert und nicht auf Zeit gespielt und nur noch reagiert.
Vielleicht kann man den Karren noch aus dem Dreck bekommen.
Was macht eigentlich der AR. Schläft der mal wieder, wie zu Kuntzschen Zeiten ?