Also, ich habe gestern einen Leserbrief an die Rheinpfalz geschickt, in der Hoffnung, dass dieser bis Donnerstag abgedruckt wird. Ich möchte diesen auch einmal hier posten, da ich mir denke, dass es umso besser ist, je mehr Leute ihn lesen:
Liebe FCK-Fans,
ich bin 17 Jahre alt und bin seit Beginn der laufenden Saison im Besitz einer Dauerkarte für den Block 8.3 in der Westkurve des Fritz-Walter-Stadions. Ich möchte hier gar nicht lange über die momentane Situation „unseres“ FCK schreiben, das wurde in letzter Zeit ja schon genug getan. Mein Anliegen ist es nur, Jeden, dem der FCK am Herzen liegt, aufzurufen, zum Spiel gegen Offenbach und auch zu den danach folgenden „Endspielen“ ins Stadion zu kommen. Die Mannschaft hat durch den tollen Auswärtssieg in Wiesbaden gezeigt, dass wir, das Herz der Pfalz, noch leben! Auch die Fans haben das gezeigt; ich war selbst vor Ort und konnte mich mal wieder davon überzeugen, welche große Unterstützung die Fans des 1. FC Kaiserslautern sein können. Nicht umsonst redete Jeder vom „Heimspiel in Wehen“. Nur konnte man von dieser Unterstützungs-Freudigkeit meiner Meinung nach in den letzten Heimspielen nur sehr wenig wahrnehmen. Natürlich, die letzten – um nicht zu sagen fast alle - Heimspiele dieser Saison gaben auch nicht wirklich Anlass zu einer tollen Atmosphäre. Aber sind wir Fans nicht genau dazu da, die Mannschaft auch dann zu unterstützen, wenn es nicht so gut läuft? Wie heißt es im allseits bekannten Betzelied? „Läuft im Spiel mal nichts zusammen, und es will und will nichts geh´n, so woll´n wir doch geschlossen hinter unserer Mannschaft steh´n!“ Genau das ist es, was wir jetzt am meisten brauchen. Wenn die Mannschaft führt, dann ist es einfach, eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Aber in schwierigen Situationen braucht uns die Mannschaft umso mehr und dass eine tolle Unterstützung über 90 Minuten Einiges bewirken kann, hat uns beispielsweise das Spiel in Gladbach gezeigt, als man nach 50 Sekunden mit 1:0 in Rückstand geriet und dann mit 9 Mann in der letzten Minute noch einen Ausgleich erkämpft hat. In meinen Augen geht dieser Punktgewinn mindestens zu 50% an die Fans, die sich von einem frühen Rückstand beim Tabellenführer nicht beeindrucken ließen und 90 Minuten lang – ebenso wie die Mannschaft – alles aus sich herausgeholt haben. Wir brauchen jeden Fan, der auch mal dazu bereit ist, noch anzufeuern, wenn man mit einem oder zwei Toren in Rückstand liegt. Das ist es doch, was früher den Betzenberg zur Festung gemacht hat! Ich habe schon oft genug in dieser Saison erlebt, dass man schon verwunderte Blicke auf sich zieht, wenn man auch bei einem Rückstand des FCK noch die Fangesänge mitsingt, und das ist es, was mich dazu veranlasst hat, diesen Leserbrief zu verfassen. Wir brauchen Jede und Jeden, um den FCK zu retten; und mit einer tollen Kulisse und Fans, die in jeder Lage dazu bereit sind, die Mannschaft zu unterstützen, wird das auch gelingen!
Also, lasst uns das Herz der Pfalz weiter schlagen lassen!