Jäggi läßt per RHEINPFALZ verlauten: hat geschrieben:
Zu der tatsächlichen Verständigung sagte Jäggi, in den Gesprächen über die Sanierung des FCK habe man damals 8,9 Millionen gezahlt und keinen Einspruch eingelegt. Man habe reinen Tisch machen wollen; hätte man Einspruch eingelegt und der FCK dann drei Jahre später 13 Millionen zahlen müssen, hätte dies die Pleite des Vereins bedeutet.
Ich hoffe mal, daß der Journalist das korrekt zitiert hat und nicht sogar wegen Verleumdung (wikipedia sagt dazu: "Bei der Üblen Nachrede wird insbesondere eine ehrverletzende Tatsachenbehauptung unter Strafe gestellt. Entscheidend ist, dass diese nicht „erweislich wahr“ ist. Ist sie unwahr und weiß dies der Täter auch, handelt es sich um eine Verleumdung." und noch viel mehr.) angezeigt werden wird.
Wenn ich heute 8,9Mio lockermachen MUSS und
jeder das weiß, dann werde ich beim Verkauf des Tafelsilbers keinen guten Preis erzielen. Und wenn ich heute unter Druck 8,9Mio loseisen KANN, dann könnte es durchaus auch der Fall sein, daß ich in 3 Jahren daraus 13 Mio hätte machen können, ohne Druck.
Das ist eigentlich genaus so, als wenn ich mein Auto verkaufen MUSS und die potentiellen Käufer schon wissen, daß ich ein wenig unter Druck stehe. Da kann es dann schon sein, daß ich für einen Wagen, der mir mit etwas Geduld 13.000€ gebracht hätte, letzten Samstag halt nur 8.900€ bekommen habe. Aber ich brauchte halt dringend die Kohle.
Aber - wer hat denn den Druck selber erzeugt? Wer hat denn damals das alles in der Presse Funk und Fernsehen breitgetreten? Grosses C war das. Höchstpersönlich. Niemand sonst.
Zusammengefaßt:
Jäggi sagt (meines Wissens erstmals) klar und deutlich, daß für ihn tatsächlich zwei Handlungalternativen bestanden haben und er sich über beide Alternativen bewußt war, nämlich:
1.) "sein" Tafelsilber heute unter großen Verlusten für 8,9Mio verkaufen
2.) "sein" Tafelsilber während dreier Jahre zu einem guten Preis zu verkaufen und "sich" während dieser 3 Jahre auf die neue finanzielle Situation vorbereiten. Und während dieser 3 Jahre alles zu tun, um den GAU ( = 13Mio zahlen zu müssen) abzuwenden, also z.B. den Rechtsweg zu gehen und die tatsächliche Schuld gerichtlich festsetzen zu lassen.
Das ist genau das, was ich ihm -auch hier bei dbb- schon immer unterstellt habe!
Jäggi sagt auch klar, daß "man" ( das heißt also zur damaligen Zeit wohl:
Er) reinen Tisch machen wollte.
Schadensvermeidung ist eines der höchsten Handlungsprinzipen eines Kaufmanns. Grosses C hat damit zugegeben, daß er dagegen verstoßen hat - ob dieser Verstoß justitiabel ist, das weiß ich nicht - das wird hoffentlich jetzt abschließend geklärt. Nochmals Danke an die, die die Möglichkeit dazu eröffnet haben.
Herr Jäggi, ich glaube, mit dieser Presseverlautbarung haben Sie sich
endlich mal den Mund verbrannt! Und das finde ich, ehrlich gesagt, auch ganz OK!
Zeigt es mir doch, daß Dinge tatsächlich nicht so gelaufen sind, wie sie hätten laufen können!
Zeigt es mir doch, daß Sie andere Handlungsalternativen hatten. Und sie das auch zum damaligen Zeitpunkt genau wussten.
Und das endlich auch aus Ihrem Mund !
Zeigt es mir doch, daß da wohl doch eher
persönliche kurzfristige Motive im Vordergrund (und wenn es nur die Inszenierung des ehrenvollen Abgangs gewesen sein mag) standen anstatt die langfristige Sanierung des FCK.
Das war mir wichtig zu wissen; jetzt haben Sie selber es mir bestätigt.
Ich weiß schon lange, was ich von Ihnen halte, und jetzt haben Sie mir die Gewissheit gegeben, daß ich Recht habe. Danke - ist immer schön, wenn man Recht hat.
Und das habe ich jetzt hoffentlich politisch korrekt formuliert.
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Und am Donnerstag endlich mal wieder einen Heimsieg!
Jetzt gehts los !
