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Was geschehen muss, damit sich die Dinge grundlegend ändern

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
bybybonn
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Registriert: 04.11.2007, 16:59

Beitrag von bybybonn »

Wenn man der Meinung ist, dass der aktuelle Vorstand – auch in seiner um Bauckhage, Landry und Ohliger verstärkten Form – nicht geeignet ist, den Verein aus seinem galoppierenden Niedergang herauszuführen, muss man natürlich dafür kämpfen, dass besser geeignete Personen in die Vorstandsfunktion kommen. Wenn man zudem vermutet, dass zumindest Göbel nicht nur an fragwürdigen, sondern auch an rechtlich zweifelhaften Vorgängen beteiligt war, erst recht.

Laut Satzung wird der Vorstand aber vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen und bislang gab und gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass der gegenwärtige AR, insbesondere Buchholz, geneigt sind, sich von Göbel zu trennen und von einem Bauckhage, den man ja grade erst reingeholt hat, erst recht nicht.

Das könnte damit zusammenhängen, dass Göbel derzeit einfach unverzichtbar ist, um die Lizensierungsunterlagen zu erstellen. Wenn es nur das ist, wird er den 1. April nicht lange überleben. Aber für diese Deutung bieten die letzten Jahre wenig Anlass.

Um einen neuen Vorstand zu bekommen, brauchen wir also eine neue Mehrheit im Aufsichtsrat. Mehrheit!
Nicht einen Kay Schmidt oder jemand ähnlichen, der dann von der Mehrheit schnell kaltgestellt würde. Sondern eine Mehrheit von Leuten, die eine andere Vereinspolitik nicht nur fordern, sondern auch umsetzen.

Dass nach Meinung vieler im derzeitigen Aufsichtsrat 'sportlicher Sachverstand' kaum und 'wirtschaftlicher Sachverstand' auch nur unzureichend vertreten ist, stellt ein zusätzliches Argument dar.
Es gilt also, auf einer (ggf. außerordentlichen) MV den bisherigen Aufsichtsrat abzuwählen um Platz für einen (mehrheitlich) neuen zu schaffen, der dann seinerseits den bisherigen Vorstand – zumindest Göbel – entlässt und einen kompetenteren installiert.

ABER WIE KANN DAS GELINGEN?

Die Erfahrung der letzten Jahre und insbesondere der letzten JHV zeigt eines ganz deutlich:
Die schlechte Lage des Vereins allein reicht nicht mal aus, um Mehrheiten für eine Nicht-Entlastung des Aufsichtsrats zu gewinnen, daher prognostiziere ich: fürs eine Abwahl erst recht nicht!

Das wird im Forum auch immer wieder heftig beklagt und meist mit der 'Blödheit' der Mehrheit der Mitglieder begründet. Das halte ich für eine völlig falsche Diagnose!

Gegen so geschickte Rhetoriker wie Buchholz und Bauckhage lässt sich weder 'aus dem Stand' gewinnen noch – und das ist entscheidend! – ohne klare inhaltliche und personelle Alternative!

Die Mehrheit der Mitglieder ist offensichtlich nicht bereit, den Verein zu 'enthaupten', solange völlig unklar ist, wer anschließend das Ruder übernehmen kann und will und was die neuen Leute vorhaben.

An dieser personellen UND inhaltlichen Alternative hat es bei der (den?) letzten JHV gefehlt. Und wenn man eine außerordentliche MV erzwingt, ohne zuvor diesem Mangel abzuhelfen, wird sie völlig nutzlos sein, weil es einem Buchholz dann mehr noch als bei der letzten JHV ein leichtes sein wird, die Mitglieder nach dem Motto 'es gibt doch keine ernsthafte Alternative' hinter sich zu versammeln.

Die Reiherfolge muss sein: ERST eine Alternative schaffen und bekannt machen, DANN eine außerordentliche MV erzwingen.

Es muss also eine Organisation aufgebaut werden, die eine 'ernsthafte Alternative' glaubhaft rüberbringen kann. 'Organisation', weil wir vier, fünf Leute brauchen, die als Gruppe für den Aufsichtsrat kandidieren, also antreten mit der laut geäußerten Absicht, dort die Mehrheit zu übernehmen, um eine andere Vereinspolitik durchzusetzen. Natürlich können sie nicht als Gruppe gewählt werden, aber sie können deutlich machen, dass sie eine Gruppe sind, die ein gemeinsames Programm hat.

Diese Gruppe braucht 'Köpfe' und ein 'plausibles Programm'!

'KÖPFE' heißt, dass sie nicht nur aus den in diesem Forum (m.E. zu recht) hochgeschätzten Meinungsbildnern bestehen darf. Weil diese allein nicht mehrheitsfähig sein dürften. Sie sind insgesamt in der Mitgliederschaft zu unbekannt und auch unter engagierten Mitgliedern keineswegs durchgängig akzeptiert, wie z. B. Postings auf 'Roteteufel.de' zeigen, in denen ihnen 'Profilneurose' und schlimmeres vorgeworfen wird.

Eine solche Gruppe braucht also ein 'Aushängeschild' das in weiten Teilen der FCK-Mitgliederschaft auf Akzeptanz stößt. Markus Merk wäre sicher eine überaus geeignete Person, aber weitere sind denkbar. Ich persönlich halte allerdings einen Demir Hotic oder Axel Roos nicht für 'profiliert' genug, diese Funktion auszufüllen, aber wenn sich sonst niemand findet ...

Neben dem 'Aushängeschild' wäre eine gelungene Mischung aus Leuten wünschenswert, die 'wirtschaftliche Kompetenz', 'fußballerische Kompetenz' und 'Verankerung bei den Fans' personifizieren könnten.

Da der Aufsichtsrat eben nur 'Aufsicht' führt, das operative Geschäft aber dem von ihm bestellten Vorstand überlassen muss, wäre es höchst wünschenswert, wenn die Gruppe auch klar sagen könnte, wer im Falle ihrer Wahl für die wirtschaftlichen und sportlichen Geschicke des Vereins zuständig würde. Anders gesagt: Mit 'Göbel raus!' gewinnt man nichts, solange man niemanden präsentieren kann, von dem die Mehrheit der Mitglieder (ob zu Recht oder zu Unrecht) glaubt, dass er es besser machen würde. Die Parole 'Jeder könnte es besser als Göbel!' wird auf einer MV nicht mehrheitsfähig werden!

Dasselbe gilt für einen Sportdirektor: Ob der Fritz Fuchs oder sonstwie heißt, sei dahingestellt, aber die Mitglieder werden wissen wollen, wer es denn in dieser entscheidenden Funktion 'richten' soll, egal in welcher Liga.

Es müssen also im Vorfeld Kontakte mit entsprechenden Leuten aufgenommen werden, mit dem Ziel, bei einer MV möglichst Zusagen präsentieren zu können.
Durchgerechnet muss auch sein, was es kosten würde, Göbel zu entlassen. Welche Abfindung stünde ggf. an?


'PROGRAMM' heißt, dass zumindest die Kernpunkte der künftigen Entwicklung dargestellt werden:
Ein 'Kernpunkt' ist m. E., ob man einen Verkauf an einen Investor anstrebt oder nicht.

Wenn nicht, wäre ein halbwegs überzeugendes Konzept darzulegen, wie man eine wirtschaftliche Situation erreichen will, die wenigstens einen langsamen sportlichen Aufschwung denkbar macht, was angesichts 'Stadionmiete' etc. schwierig genug sein dürfte. Es muss aber auch kein 'hundertprozentig wasserdichtes' Konzept sein, sondern nur erkennbar 'durchdachter' als das der gegenwärtigen Funktionsträger.
Jedenfalls keine scheuen Rehe vor der Tür ...


Wenn Investor, wäre sicher darzulegen, wie man sich 'Eckpunkte' des Vertrags mit ihm vorstellt, damit die Mitgliederschaft wenigstens ne vage Vorstellung davon bekommt, was es für 'ihren Betze' bedeutet, einen Investor reinzuholen und was nicht. 'Namensrechte' etc. etc.
Der gegenwärtige AR scheint ja auch keine andere langfristige Möglichkeit mehr zu sehen, als einen '50+ Investor' reinzuholen und wenn die Alternativgruppe es letztlich ähnlich sieht, muss man den Mitgliedern klar machen, worin der Unterschied bestünde.

Daneben gibt es noch ne Menge anderer Themen, mit denen man durch ein 'Programm' bei den Mitgliedern punkten könnte: 'Vermarktung', 'Briegel-Prozess', 'Ticket-Verkauf', etc. etc.

Letztlich geht es darum, ein plausibles Konzept zu formulieren, wie ein (derzeit) fast bankrotter Provinzverein, in einer fast bankrotten Provinzstadt mit finanziell schwachem Umfeld in einem Land, in dem er nicht mehr das einzige Fußballaushängeschild darstellt, sondern sportlich die Nummer drei ist und vom 'Ruf' her mehr als angeschlagen, langsam aber vielleicht ja doch wieder nach oben kommen kann.
Ich spreche gar nicht von 'Erster Liga', ich rede davon, wie man unter den gegebenen Verhältnissen den Abwärtstrend umkehren kann.

WAHLKAMPF MACHEN!

Angenommen es gäbe so eine Gruppe mit solche 'Köpfen' und solche einem 'Programm', muss sie 'Wahlkampf' betreiben. Das heißt:

Sich und ihr Programm im Vorfeld einer MV bekannt machen: 'Wer wir sind und was wir wollen!' Noch ist der FCK ein 'heißes Thema' für die MEDIEN, es dürfte nicht allzu schwer sein, in selbige zu kommen. Alle zeitungslesenden FCK-Mitglieder sollten, wenn sie auf der MV erscheinen, wissen, was die Alternative ist. Zu glauben, dass die Mobilisierung NUR über DBB geht, wäre wirklich naiv!

Aber natürlich gibt es auch weitere dann dringend nötige 'Wahlkampfmaßnahmen':

Ein Forum wie DBB kann dabei sehr nützlich sein, wenn es darum geht, Leute aufzufordern, andere Mitglieder zu beeinflussen auf eine MV zu gehen und dort entsprechend abzustimmen.

Auf DBB wird auch ständig die Bereitschaft signalisiert, sich finanziell zu engagieren. Auch das kann wichtig werden, weil ein 'Wahlkampf', und sei es auch nur einer um Positionen in einem 'Verein', auch Kosten verursacht.

Letztlich wird aber die MV entscheiden:
Und diese MV wird wie die letzte 'qua Satzung' durch Buchholz moderiert werden. Das heißt: Man darf wirklich nicht wieder mit dem guten Gefühl recht zu haben reingehen, sondern muss den Ablauf der MV intensiv durchdenken und für alle Möglichkeiten, die einem einfallen 'Gegenstrategien' planen.

'Planen' heißt: WER macht WAS, wenn WAS passiert!
Wann treten z. B. Juristen auf, die einschreiten, wenn die Satzung von der Versammlungsleitung 'gebogen' wird und WIE treten sie auf, um höchstmögliche Zustimmung zu erreichen?

Wer steht wann, wie, wo bereit, um welche gut geprobten Redebeiträge zu leisten?

Das alles darf nicht dem Zufall überlassen bleiben! , sonst geht es schief: Anstatt zu jammern, dass Buchholz das Micro fest in der Hand haben wird, muss man es als 'sportliche Herausforderung' nehmen, und Aufstellung und Taktik genauso klar im Kopf haben wie die Mannschaft im Spiel.

Wenn mir auf der letzten JHV eines klar wurde dann das: Es ging dort immerhin noch um Positionen in einem mittelständischen Unternehmen mit knapp 30 MIo Jahresetat. Es ging um Vorstandsgehälter von 300.000 € im Jahr! Vordergründig geht es um 'Fußball', aber damit sind unweigerlich auch erhebliche finanzielle Interessen verquickt. Ein Buchholz weiß das gut und nützt es: Roos, Hotic etc. wurden populistisch als Leute diffamiert, denen es nur darum ginge, sich irgendwelche 'Pöstchen' zu sichern! Und leider kam er damit durch!

Ich will damit nicht sagen , dass Buchholz persönliche Vorteile aus seiner Position beim FCK zieht, ich will nur sagen: Wer immer gegen ihn antritt, muss eine klare Strategie haben wie er mit entsprechenden Unterstellungen auf einer MV umgeht, damit er am Schluss nicht als der 'abgewatschte Unsympath' dasteht!

ICH habe dabei gar keine Eisen im Feuer! Ich bin einfaches, relativ neues Mitglied des FCK, bin 'Sympathisant' seit 40 Jahren, besaß aber nie eine 'Dauerkarte'. Ich will keine Funktion, ich bin auch nicht qualifiziert für eine Funktion, ich will nur, dass der FCK eine 'Trendwende' schafft.

Mir ist völlig bewusst, dass ich mit diesem Beitrag Anderen einen riesengroßen 'schwarzen Peter' zuschiebe: Trotz all dem Engagement für den FCK, das sich täglich in zahllosen Beiträgen zu unserem Forum niederschlägt, trotz aller fachlicher Kompetenz, die sich aus vielen Beiträgen erkennen lässt: Das umzusetzen, was ich oben beschreibe, wird schwierig und aufwendig. Ob sich die 'Gruppe' findet, die ich fordere? Ich weiß es nicht!

Und wenn sie sich nicht findet und uns deshalb Göbel und Co. noch eine Weile erhalten bleiben, bin ich der letzte, der irgendwem vorwerfen wird, nicht 'gesprungen' zu sein:
Es gibt viele sehr honorige Gründe, sich selbst nicht in der von mir vorgeschlagenen Weise zu engagieren!

Ich will nur sagen:
Lasst uns endlich aufhören, die Mitglieder des FCK dafür zu beschimpfen, dass sie auf MVs so abstimmen, wie sie abstimmen solange wir ihren keine 'abstimmungsfähige' Alternative anbieten!

Lasst uns aufhören, aus Frust über die Mehrheitsverhältnisse bei den MVs Nebenkriegsschauplätze anzuzetteln, wie den Antrag auf Vereinsausschluss gegen Jäggi, der uns nicht wirklich weiterbringt, egal wie er ausgeht,

Lasst uns aufhören, ständig reflexartig 'Göbel muss weg!' zu rufen,

SONDERN LASST UNS ÜBERLEGEN, WER, WIE, FÜR WAS AUF EINER MV MEHRHEITEN für ein personell und inhaltlich akzeptables 'Zukunftskonzept' für unseren FCK organisieren kann!

Vielleicht arbeiten ja hinter den Kulissen schon Leute dran.
Aber das hoffte ich vor der letzten JHV auch und wurde bitter enttäuscht:
DBB 07.11.2007 - 21:39 Uhr
Neue Oppositionsgruppe stellt sich vor
Im Dorint-Hotel in Kaiserslautern hat sich am heutigen Mittwoch eine Oppositionsgruppe den Medien vorgestellt. Als Sprecher der Gruppe, die aus fünf hochrangigen Persönlichkeiten bestehen soll, trat der 63-jährige Kurt Steinbrecher aus Bad Bergzabern auf. Die übrigen Mitglieder wollen vorerst noch ungenannt bleiben, um möglichen Grabenkämpfen aus dem Weg zu gehen.

Ziel der Gruppe sei die Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern am 14. Dezember 2007. Sollte die Lage des Vereins bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin existenzbedrohend sein, so möchte die Oppositionsgruppe an diesem Abend einen Neuanfang einleiten. Als Schlagworte wurden in diesem Zusammenhang die Nichtentlastung und Neuwahl des Aufsichtsrats, die Abberufung des Vorstands und die Optimierung der medizinischen und juristischen Abteilungen im Verein genannt. Auch Trainer Kjetil Rekdal solle abgelöst werden, als möglichen Nachfolger hätte man bereits Volker Finke kontaktiert.
All das da Angekündigte las sich nicht schlecht. Nur hörte man leider nie wieder davon, schon gar nicht auf der JHV!

SO darf es nicht wieder laufen! Die letzte Chance kommt bei der nächsten Mitgliederversammlung und die dürfen wir nicht verpassen.
betze-weck
Beiträge: 1598
Registriert: 15.03.2007, 18:52
Dauerkarte: Ja
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von betze-weck »

Bravo bybybonn! Treffend zusammengefasst und ausgedrückt, wie es vielen Mitgliedern seit geraumer Zeit geht! Wie ich auch schon wiederholt gepostet habe, es bringt nichts eine Meuterei anzuzetteln und den Kapitän auszusetzen, wenn niemand da ist, der seinen Posten übernehmen kann! Alles andere ist billiger Populismus und bringt den Verein nicht weiter, sondern lässt ihn nur noch tiefer fallen! Denn tiefer geht es immer, siehe unsere "Freunde" aus Luswigshafen-Ost und Saarbrücken!!
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