ewig ein teufel hat geschrieben:Kein Mensch der Welt kann ihm unterstellen, das dieser Mann nicht intelligent und integer ist (Sportstudium, sowie Studium von SystemMarketing), danach Vertriebschef und darauf Vorstandsvorsitzender von Adidas... Ihr kennt das ja alle.
Ich gehe einfach davon aus, das Herr Jäggi ganz genau weiß wie`s bei uns aussieht. Ich unterstelle auch, ihm geht es letztendlich nicht um Reputation oder ums primäre Geldverdienen, denn, auch das unterstelle ich, davon hat er wohl genug und ist wohl für den Rest seines Lebens wohl ``aus dem Gröbsten`` raus.
Das er Erfahrung in sportlichen Management hat verdeutlicht sich schon z. T. dadurch, das er es war der das erste dem Betze drohende Unheil durch den Stadionverkauf abwendete. Mit was das ganze verbunden war, darüber wurde hier schon ausführlich diskutiert, deshalb erspare ich es mir.
Nochmals, schlechter als momentan unser AR/VS kann er gar nicht mehr agieren, zumal ihm die Vereinsinterna (auch die miesen) immer noch bestens bekannt sein werden.
Falls er tatsächlich kommen sollte, würde ich für ihn präferieren denn ein `Totengräber` ist er nun wahrlich nicht. Er ist Manager durch und durch und hat mit Sicherheit vielfältige Kontakte in Industrie und Wirtschaft, die er wohl kurzfristig dann auch einbringen wird, denn sollte er kommen, muß er das machen um positives in den Verein zu transportieren.
Zusammen mit einem gestandenen Mann hinsichtlich der rein sportlichen Kompetenz, wobei ich mir hier wirklich u. a. auch einen Markus Merk im Einklang mit unserem Gerry Ehrmann vorstellen könnte, sollte das Schiff nach einer Abwahl der Führungsriege (was ein Wort für diese Dilletanten die momentan `regieren`) auf einer außerordentlichen MV, an Fahrt aufnehmen.
(...)
Schlußendlich: Macht einen Neuanfang, lieber mit Herrn Jäggi als wieder mit ``irgendeinem`` bzw. mit ``irgendetwas`` und in der Tat kompetenten Männern (warum nicht auch mal mit einer Frau) an seiner Seite.
Nur schnell, sehr schnell soll es nun gehen.
Oh je "ewig ein teufel",
jetzt hast Du den guten Playball aber herausgefordert. Ich wette, er schreibt schon eine mehrseitige Antwort.
Über Herrn Jäggi wurde hier schon so vieles gesagt, das von Deiner Einschätzung abweicht, daß man wirklich stundenlang tippen könnte, um das alles nochmal anzuführen. Ich will´s von meiner Seite aus daher kurz machen:
Das Studium von Herrn Jäggi hat nun leider sehr wenig zu sagen. Aber gut, er hat studiert.
Seine Zeit bei Adidas hat ihm zur zweifelhaften Ehre verholfen, in G. Oggers Buch "Nieten in Nadelstreifen" Erwähnung zu finden. Bernard Tapie hat ihn nicht umsonst rausgekegelt.
Es folgte die "Sanierung" Romikas. Wo das hinführte, kann man auch im Internet mal googeln.
Daß es ausgerechnet Jäggi nicht ums Geldverdienen gegangen sein soll ... ich würde sagen, er hat als FCK-Vorstand mit dem höchsten jemals dort erzielten Gehalt schlechte Karten, etwas anderes zu behaupten. Immerhin hat er damals selbst gesagt, er sei auf die Dauer zu teuer für den FCK. Das stimmt sogar, aber vielleicht in anderer Weise, als er es gemeint hat.
Na ja, das drohende Unheil durch den Stadionverkauf abzuwenden, ist dann keine besonders große Kunst, wenn Stadt und Land als Käufer bzw. Finanzierer und Bürge bereitstehen, weil sie unbedingt eine WM hier haben wollen. Große Kunst wäre es gewesen, den Verkauf samt anschließender Rückvermietung so auszugestalten, daß die Last der Miete nicht den Verein erdrückt, falls er mal aus der ersten Liga absteigt. Oder wenigstens ein vernünftiges Sale-and-lease-back, wofür es natürlich weiterer finanzkräftiger Partner bedurft hätte.
A propos Abstieg: Wer als Wirtschaftsfachmann kommt und den Verein wie ein Wirtschaftsunternehmen führen möchte, der sollte es vielleicht nicht so tun wie Jäggi und dies auf den kurzfristigen Erfolg ausrichten. Statt im letzten Geschäftsjahr Gewinn zu erzielen (der übrigens zu einem Gehaltsbonus bei Jäggi führte) hätte er lieber mal den Kader nicht so radikal zusammenstreichen sollen, um sportlich konkurrenzfähig zu bleiben. Aber ihm ging es ja nicht um seine Kohle ...
Von falschen Personalentscheidungen im sportlichen Bereich, die sich eklatant wirtschaftlich auswirkten, wollen wir mal nicht reden.
"Vielfältige kontakte in Industrie und Wirtschaft"? Ja klar, hat man gesehen, als er im DSF mit seinem zugegebenermaßen sehr eloquenten Auftritt mit seinen Kontakten prahlte. Jäggi zu Wontorra: "Ich sagte ja nicht, daß Sie diese Leute kennen." Gemeint waren Geldgeber. Und die blieben wohl aus.
Warum macht ein Bundesligaverein Umsatz? Warum werden Fernsehgelder, Werbegelder, Eintrittsgelder usw. an einen Verein gezahlt? Wegen der Punkte, die er im einzelnen einfährt? Nein, weil mit dem Fußball positive Emotionen bei den Menschen verbunden sind. Identifikation mit einem Verein. Das macht für Sponsoren den Marktwert eines Fußballvereins aus.
Frage: Wie kann man in Deutschland am effektivsten eine Person (oder einen Verein) mit einem Makel behaften? Na? Genau: Mit dem Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit. Durch solche dummen und falschen Äußerungen hat Jäggi ganz direkt den Marktwert des FCK beschädigt und damit dem Verein wirtschaftlichen Schaden zugeführt, dieser Marketingprofi.
Von sonstigen Zerwürfnissen mit FCK-Identifikationsfiguren wollen wir mal nicht reden.
Jäggi mit seinen Kontakten, seinem Führungsstil und seinen Personalentscheidungen und sonstigen vielfältigen Fähigkeiten noch jemals wieder beim FCK in einer Funktion? Gott bewahre uns davor!!!
Mörserknecht
fiedei defensor